Pettenbacher Schneiderin sorgt mit modernem Dirndl für Aufsehen
ALMTAL. Mit viel Liebe zum Detail entwarf eine Schneiderin aus Pettenbach ein modernes Dirndl mit historischen Wurzeln für Oberösterreichs Wettbewerb.

Wenn Susanne Strutzenberger über Stoffe spricht, merkt man sofort: Hier ist jemand mit echter Leidenschaft am Werk. Seit 2019 ist die Schneiderin in Pettenbach tätig und verbindet traditionelles Handwerk mit kreativen Ideen – von klassischen Änderungen und Reparaturen bis hin zu Upcycling-Taschen und individuellen Maßanfertigungen.
Nun sorgt die kreative Almtalerin auch bei einem besonderen Wettbewerb für Aufmerksamkeit: Oberösterreich sucht ein neues Landesdirndl.
Zwischen Handwerk und Kreativität
Zwei Jahre nach dem neuen Landesanzug für Männer bekommt nun auch Oberösterreich ein neues Dirndl. Im Schlossmuseum Linz wurden die Entwürfe von sieben Designerinnen präsentiert – darunter auch jener von Susanne Strutzenberger. Die Entscheidung über das neue Landesdirndl fällt im Herbst.
Für Strutzenberger ist Schneidern weit mehr als ein Beruf. Die Arbeit mit unterschiedlichen Materialien, Farben und gebrauchten Accessoires inspiriert sie immer wieder neu. „Es ist immer wieder erstaunlich, wie abwechslungsreich und spannend mein Beruf ist“, sagt sie. Seit Jänner 2025 arbeitet sie außerdem mit dem Trachtenpunkt Scharzenberger in Scharnstein zusammen und ist dort für Änderungen verantwortlich.
Tradition neu interpretiert
Die Inspiration für ihren Wettbewerbsentwurf fand Strutzenberger im Archiv des Landesmuseums. Historische Dirndlkleider und Mieder aus dem 18. und 19. Jahrhundert lieferten die Grundlage für ihr Modell „Die fesche Oberösterreicherin“.
Das Dirndl verbindet traditionelle Elemente mit moderner Interpretation. Besonderen Wert legte die Schneiderin auf regionale Stoffe, harmonische Farben und historische Details wie Kreuzschnürung, Borten und einen klassischen Übertritt. Abgerundet wird das Kleid durch eine goldschimmernde Wildseidenschürze.
„Stoffe zu fühlen und Farben aufeinander abzustimmen, gehört genauso dazu wie die Wahl des richtigen Schnitts“, betont Strutzenberger.


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