Bürgermeister will "Perlen" von Gschwandt erhalten
GSCHWANDT. Was ist für die Entwicklung der Gemeinde gut? Dieser Frage geht man in Gschwandt zurzeit in einem Ortsentwicklungs-Prozess nach. Wie es dabei vorangeht und was sich sonst noch im Ort tut, hat Tips bei Bürgermeister Fritz Steindl erfragt.

Tips: Gschwandt ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Wie soll es hier künftig weitergehen?
Bürgermeister Fritz Steindl: Naherholung und Natur werden immer wichtiger. Mit Architekt Poppe, der auch mit uns an den Plänen für das Gemeindezentrum arbeitet, sind wir derzeit in einem Prozess zur Ortsentwicklung. Dabei ist es uns wichtig, die „Perlen von Gschwandt“ zu erhalten – wie zum Beispiel das Krauhbachl. Für Neubauten werden die Nähe zum öffentlichen Verkehr und ein Blick auf die Qualität der Böden in Zukunft wichtiger werden. Es braucht außerdem eine Kompensation für den Grüngürtel und Wanderwege – auch im Hinblick auf künftige Hochwässer. Hier müssen wir wirklich langfristig planen. Im Grunde lautet die Frage: „Was ist für die Entwicklung von Gschwandt gut?“ Es ist besser, vor Veränderungen nachzudenken, anstatt nachher teuer Fehler zu korrigieren.
Tips: Das neue Gemeindezentrum wurde bereits angesprochen: Wann werden hier nächste Schritte gesetzt?
Steindl: Wir haben hier mit Architekt Poppe den Projektumfang, die Pläne und das Raumprogramm erarbeitet. Auch die Landesräte Achleitner und Hiegelsberger haben bereits ihre Zustimmung gegeben. Besonders wichtig sind uns unter anderem Räume für die Jugend, für die Spielgruppen, für Vereine, aber auch ein Mehrzwecksaal und natürlich die Gastronomie. Derzeit liegt das Raumprogramm bei der Gemeindeaufsicht, der IKD, und wir warten auf die Genehmigungen, damit wir im Herbst in die Verhandlungen mit den Wohnbauträgern gehen können.
Tips: Ein Projekt, das bereits fast abgeschlossen ist, ist die Schulsanierung.
Steindl: Wir sind jetzt, nach etwa zehn Jahren, beim letzten Bauabschnitt. Nach den Ferien ist nun auch der Altbau völlig saniert. Diese wichtige Investition ist auch unser Beitrag für die ausgesprochen positive Arbeit in der Schule. Was uns freut, ist auch, dass wir die insgesamt 800.000 Euro teure Generalsanierung ohne Kredit – nur über Eigenmittel und Förderungen – finanzieren konnten. Diese positive finanzielle Situation der Gemeinde zeigt sich übrigens auch in der vor kurzem veröffentlichten Bonitätsstatistik der Gemeinden: Wir sind hier mit Nummer 26 in Oberösterreich die beste Gemeinde im gesamten Bezirk.


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