„Salzkammergut ist breit aufgestellt, die Hilfen sind gut angekommen“
SCHARNSTEIN/BEZIRK GMUNDEN. In einer neuen Reihe spricht Tips mit den Bezirks-Spitzen der Parteien über die aktuelle Situation in der Region. Den Anfang macht der Bezirksparteiobmann der ÖVP, Rudi Raffelsberger.

Aktuell sei – wie überall – auch im Bezirk die Corona-Krise bestimmend, „insgesamt sind wir aber gut durch diese Zeit gekommen, weil das Salzkammergut einfach breit aufgestellt ist und auch die Hilfen gut angekommen sind“, zeigt sich Rudi Raffelsberger überzeugt.
„Stimme für die Region“
Der Scharnsteiner Bürgermeister ist seit 2015 für die ÖVP im Landtag vertreten und steht auch heuer als Spitzenkandidat aus dem Bezirk auf der Wahlliste. In seiner Landtagsarbeit sei es ihm ein Anliegen, „möglichst viel für unsere Region herauszuholen“, wie er betont. So passe etwa der in den kommenden fünf Jahren 1,2 Milliarden Euro umfassende OÖ-Plan des Landeshauptmannes „perfekt auf die Region, etwa bei der Schaffung von Arbeitsplätzen und der Sicherung von Einkommen“.
Als wichtige Ziele für das Salzkammergut sieht Raffelsberger einen „Klimaschutz mit Hausverstand“, der die Bedürfnisse von Landwirtschaft, Tourismus und Wirtschaft berücksichtige, sowie ein „schnelles“ Internet. „Dabei ist auch die Digitalisierung der Schulen wichtig“, so Raffelsberger, der in diesem Zusammenhang auf 14 aktuelle Schulbau- und -sanierungsprojekte verweist, zwölf weitere seien noch „in der Pipeline“.
Auch der Ausbau der alternativen Wohnformen – derzeit sind in Form von Pilotprojekten 90 Wohneinheiten an vier Standorten im Bezirk geplant – sei ein zentrales Zukunftsthema. Gedacht sind diese für Menschen, die Unterstützung brauchen, aber keine ständige stationäre Betreuung oder Pflege in einem Alten- und Pflegeheim. „Wir streben einen weiteren Ausbau an. Mittelfristig sollen aus meiner Sicht in zehn Gemeinden im Bezirk solche Angebote geschaffen werden“, so das Ziel Raffelsbergers.
Verkehr als zentrale Frage
„Mein Schwerpunkt im Land und auch in der Region ist der öffentliche Verkehr. Wichtig – auch im Hinblick auf die Kulturhauptstadt 2024 – ist hier der Erhalt der Regionalbahnen. Ein 123-Ticket macht sicher Sinn, wir bräuchten aber auch eine möglichst umfassende Salzkammergut-Mobilitätskarte – vom Verkehrsverbund bis zur Schifffahrt und auch zum Traunseetaxi“, so Raffelsberger. Daneben seien im Kampf gegen die immer stärkere Verkehrsbelastung auch ein Park- und Verkehrsleitsystem an den Hauptverkehrsadern und eine „ordentliche“ Taktung der Züge maßgeblich.


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