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GMUNDEN. „Die Parksituation in der Traunsteinstraße ist seit Jahren ein Aufreger für Bergsteiger, Wanderer, Badegäste, Anrainer sowie Berg- und Talwirte“, sagt Martin Ettinger, Obmann der WKO Gmunden. Nunmehr haben sich die Hüttenwirte am Traunstein und die alpinen Vereine (Alpenverein und Naturfreunde) zusammengeschlossen, um die öffentliche Anreise zum Traunstein und zu den Freizeitzielen in der Traunsteinstraße zu fördern. Die Regelung gilt vorerst im August.

V. l.: Gerald Auinger, Hüttenwirt Gmundner Hütte, Michaela Schell und Roman Leithner, Hüttenwirte Naturfreunde Haus und Sherpa Mingma Nuru. (Foto: WKOÖ)

Die Überlastung der Traunsteinstraße in Gmunden hat regelmäßig insbesondere an Sommerwochenenden zu chaotischen Verkehrssituationen geführt. Deshalb wurden die lokalen Verkehrsregelungen geändert, was wiederum zu erheblichen Protesten und Unzufriedenheiten geführt hat.

Ärger über teures Parken am Umkehrplatz und Parkverbote in der Traunsteinstraße

So wurden beispielsweise Parkplätze im Verlauf der Traunsteinstraße abwechselnd an den beiden verschiedenen Fahrbahnrändern inklusive gebührenfreier Kurzparkzone markiert und dazwischen Halte- und Parkverbote erlassen. Weiters wurden die Parkplätze im Bereich der Umkehrschleife am Ende der Sackgasse privatwirtschaftlich von der Gemeinde angemietet und an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen mit einer Parkgebühr von 25 Euro pro Tag bewirtschaftet.

Alpine Vereine und Hüttenwirte unterstützen kostengünstige Öffi-Anreise

Nun haben alpine Vereine und Hüttenwirte beschlossen, für den August die öffentliche Anreise finanziell zu unterstützen. Danach sollen weitere Gespräche geführt werden. Gerald Auinger, Hüttenwirt der Gmundner Hütte, Roman Leithner, Hüttenwirt der Naturfreunde Hütte, und Mary Purer, Wirtin der Mairalm, sind davon überzeugt, dass mit der Förderung von Gästen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, ein wesentlicher Beitrag zur Entschärfung der Parksituation in der Traunsteinstraße geleistet wird. Ein schöner Nebeneffekt ist die Schonung der Umwelt.

Im konkreten sieht die Unterstützung so aus, dass im August jene Gäste, die mit einem Klimaticket anreisen, den Shuttlebus kostenlos benützen können, und Gäste, die öffentlich mit einem Tagesticket (ÖBB oder Straßenbahn) anreisen, können zum halben Preis (2,50 anstatt 5 Euro) mit dem Shuttlebus weiterfahren. Diese Regelung gilt an Wochenenden und Feiertagen im August. Von Montag bis Freitag können nach wie vor die Parkplätze entlang der Traunsteinstraße (ausgenommen Umkehrplatz) zeitlich uneingeschränkt und ohne Kosten benützt werden.

Tipp: Die letzten Kilometer mit dem Fahrrad zurücklegen

Zusätzlich empfehlen die Hüttenwirte den Gästen, die mit eigenem Pkw anreisen, eventuell das eigene Fahrrad mitzubringen und den letzten Weg auf der Traunsteinstraße mit dem Fahrrad hinter sich zu bringen. Eine weitere Möglichkeit ist, das beliebte „Traunsteintaxi“ für die Anreise zu benützen. Der Shuttlebus wird an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen in der Zeit von 5.30 bis 19 Uhr angeboten.

„Jedes Auto weniger trägt zur Beruhigung der Situation bei“

Bürgermeister Stefan Krapf begrüßt die Initiative von Hüttenwirten und alpinen Vereinen: „Wir sind für jeden Impuls zur Verringerung des Individualverkehrs gerade in diesem stark belasteten Bereich dankbar“, betont er.

Man werde die neue Regelung den August über prüfen, für den Herbst seien weitere Gespräche mit allen Beteiligten vereinbart. „Die Stadtgemeinde ist für alles offen, dass die Situation verbessert. Wir haben hier auch eine sehr gute Gesprächsbasis“, so Krapf.


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