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SCHARNSTEIN. Vom notwendigen Kindergartenneubau über die aktuellen Bauarbeiten im Ortszentrum bis zu künftigen Agenda21-Zielen reichten die Themen im Tips-Gespräch mit Bürgermeister Rudolf Raffelsberger.

Scharnstein (Foto: Löff)
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Tips:Wenn man nach Scharnstein kommt, sieht man derzeit weiße Container. Wofür sind sie gedacht?

Bürgermeister Rudolf Raffelsberger: Scharnstein ist eine lebendige, aktive und attraktive Gemeinde. Wir wachsen und das sieht man auch beim Kindergarten. Weil wir hier aus allen Nähten platzen, gibt es im Herbst zusätzlich je eine Krabbel- und eine Kindergartengruppe, die vorerst in speziellen Containern untergebracht werden. Wir sind dabei, einen Standort für einen neuen Kindergarten zu finden. Wenn dieser feststeht, können wir mit der Planung beginnen. Priorität hat auch hier ein Holzbau, der ja perfekt in unsere Holzregion passt.

Tips:Ebenfalls nicht zu übersehen – und für viele eine Belastung – sind die Bauarbeiten im Ortszentrum. Wann ist hier mit einer Besserung zu rechnen?

Raffelsberger:Man muss hier zwei Sachen auseinanderhalten: Die Erneuerung der Ortsdurchfahrt ist eine Sache der Landesstraßenverwaltung. Zurzeit werden Ortskanalisation, Ortswasserleitung, die Kanalableitung für die Oberflächenwässer und sonstige Infrastrukturarbeiten gemacht. Das dauert sicher noch bis November. Nächstes Jahr sind dann Gestaltungsmaßnahmen, Fahrbahn, Rad- und Gehwege inklusive Fahrbahnteilen, Beleuchtung und mehr an der Reihe. Bis 2024, dem Kulturhauptstadtjahr, soll das abgeschlossen sein. Diese Erneuerung der Ortsdurchfahrt ist ein Bestandteil der Ortskernbelebung. Diese geht aber darüber hinaus und bezieht Randbereiche inklusive des Kirchenplatzes mit ein.

Natürlich ist die aktuelle Situation für Betriebe im Ortskern eine Belastung. Aber sie werden auch von den jetzt durchgeführten Arbeiten profitieren – das Ortszentrum soll künftig mehr zum Verweilen und auch zum Einkaufen einladen.

Tips:Für die Ortskernbelebung selbst wurde kürzlich der Sieger des Architektenwettbewerbs gekürt. Wann geht es hier los?

Raffelsberger: Eine Jury hat aus zehn Bewerbern einstimmig das Projekt von August Hinterwirth und Heidelinde Holzinger ausgewählt. Auf Basis dessen wird man in einem Dialog mit den Planern, der Gemeindevertretung, der Pfarre und der Agenda21 noch Wünsche und Ideen einbringen.

Tips:Bei der Ortskernbelebung war Agenda21 intensiv beteiligt. Wie geht es hier weiter?

Raffelsberger: Wir sind hier sehr aktiv und eine der wenigen Gemeinden, die im Rahmen von Agenda21 auch ein Zukunftsbüro eingerichtet haben. Beim Bürgerabend wurden unlängst wieder sieben konkrete Projekte vorgestellt. Wir haben vor einigen Jahren mit Agenda21 ein Zukunftsprofil 2025 erstellt, das wir jetzt aktuell erweitern. Denn Bürgerbeteiligung hat auch in Zukunft in Scharnstein einen hohen Stellenwert.


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