Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

BEZIRK GMUNDEN. Egal ob Photovoltaik oder Solarthermie: Die Nutzung der Sonne zur Energiegewinnung steht derzeit hoch im Kurs. Was auf dem eigenen Dach möglich und sinnvoll wäre, können Haushalte im Bezirk jetzt kostenlos mit wenigen Mausklicks ausprobieren.

Photovoltaik (Foto: Anna Czapnik / Adbe Stock / AHatmaker)
Photovoltaik (Foto: Anna Czapnik / Adbe Stock / AHatmaker)

Noch immer kommen knapp zwei Drittel der Energie, die in Österreich verbraucht wird, aus fossilen Quellen wie Öl, Gas und Kohle. Bis 2030 soll zumindest der Stromsektor klimaneutral werden. „Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist der massive Ausbau von Solaranlagen auf Gemeinde-, Firmen- und privaten Dächern“, erklärt Christian Hummelbrunner von der Klima- und Energiemodellregion (KEM) Traunstein.

Potenzial berechnen

Um es den Menschen möglichst einfach zu machen, das Potenzial auf dem eigenen Dach zu beurteilen, gibt es nun das KEM-Solarkataster: Hier sieht man nach wenigen Mausklicks, wie gut das eigene Dach für eine Solaranlage geeignet ist, wie groß diese sein könnte – und wie lange es dauert, bis die Investitionskosten wieder hereingespielt sind. Interessierte können die Rechnung um einen Energiespeicher oder eine Lademöglichkeit für ein Elektroauto ergänzen bzw. das eigene Energieverbrauchsprofil eingeben.

„Natürlich ersetzt das Solarkataster nicht die detaillierte Planung durch einen Fachmann“, betont Christian Hummelbrunner. Es sei jedoch eine gute Möglichkeit, sich einen Überblick über das eigene Potenzial zu verschaffen.

Unabhängigkeit und Nachhaltigkeit

Gerade die aktuelle geopolitische Situation zeige die Nachteile von Abhängigkeiten im Energiebereich. „Mit Photovoltaik kann man auch individuell einen Schritt in Richtung weniger Energie-Abhängigkeit und mehr Nachhaltigkeit setzen“, so der Energie-Experte.

Er verweist zudem auf die seit einem Jahr bestehende Möglichkeit, Erneuerbare Energie-Gemeinschaften zu gründen. Solche Gemeinschaften können erneuerbare Energie (Strom und Wärme) produzieren, speichern und über Grundstücksgrenzen hinweg verteilen.

Energie miteinander teilen

„Wer auf seinem Dach also mehr Strom produziert als selbst verbraucht wird, kann den Überschuss mit Nachbarn, Freunden oder Unternehmen im Ort teilen. Voraussetzung ist nur, dass diese vom selben Umspannwerk versorgt werden“, erklärt Hummelbrunner. Rund um Gmunden, in Gschwandt, St. Konrad und Vorchdorf sind derartige Gemeinschaften bereits in Gründung.

Das Solarkataster ist ein gemeinsames Projekt der KEM-Regionen Traunstein, Attersee-Attergau und Vöckla-Ager. Finanzielle Unterstützung erhält das rund 42.000 Euro teure Projekt aus dem LEADER-Topf. Das Tool steht ab sofort gratis allen Bewohnern der KEM-Regionen zur Verfügung.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Gmundner Molkerei investiert 60 Millionen Euro in Käseproduktion

Gmundner Molkerei investiert 60 Millionen Euro in Käseproduktion

GMUNDEN. Die Gmundner Molkerei hat 60 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung ihrer Käseproduktion am Standort Gmunden investiert. ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Gmundner Gemeinderat macht Weg für Hotelprojekt Seeviertel frei

Gmundner Gemeinderat macht Weg für Hotelprojekt Seeviertel frei

GMUNDEN. In einer Sondergemeinderatssitzung stimmte der Gemeinderat mehrheitlich mit den Stimmen der ÖVP und FPÖ für die Vertragsänderungen ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Gernot Winterauer aus Obertraun soll Mario Haas im Landtag nachfolgen

Gernot Winterauer aus Obertraun soll Mario Haas im Landtag nachfolgen

OBERTRAUN/GMUNDEN. Die SPÖ-Bezirksorganisation Gmunden hat Gernot Winterauer als Salzkammergut-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2027 ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Liste FÜR Vorchdorf nominiert Albert Sprung für Bürgermeisterwahl

Liste FÜR Vorchdorf nominiert Albert Sprung für Bürgermeisterwahl

VORCHDORF. Die Liste FÜR Vorchdorf hat ihren Listenchef und Gemeindevorstand Albert Sprung einstimmig als Bürgermeisterkandidaten für die ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Ohlsdorfs Bürgermeisterin tritt 2027 erneut als SPÖ-Kandidatin an

Ohlsdorfs Bürgermeisterin tritt 2027 erneut als SPÖ-Kandidatin an

OHLSDORF. Bei der Mitgliederversammlung der SPÖ-Ortsgruppe Ohlsdorf wurde Bürgermeisterin und Obfrau Inés Mirlacher einstimmig als Bürgermeisterkandidatin ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
ÖVP Scharnstein nominiert Christof Bammer als Bürgermeisterkandidaten für 2027

ÖVP Scharnstein nominiert Christof Bammer als Bürgermeisterkandidaten für 2027

SCHARNSTEIN. Scharnsteins Vizebürgermeister Christof Bammer wird bei den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen im Herbst 2027 als ÖVP-Kandidat ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Weitere Beiträge