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Tourismusverband bezieht Stellung zur Weihnachtsbeleuchtung

Katharina Wimmer, 16.12.2022 11:05

BAD ISCHL. Aufgrund der derzeit massiven Energiekosten und Notwendigkeit zum Sparen fragen sich viele Leute, inwiefern eine städtische Weihnachtsbeleuchtung heuer gerechtfertigt ist. Dazu hat sich nun der Tourismusverband gemeldet und ist sicher: Bad Ischl braucht die Beleuchtung.

Weihnachtsbeleuchtung bei der Trinkhalle (Foto: Wolfgang Stadler)
  1 / 2   Weihnachtsbeleuchtung bei der Trinkhalle (Foto: Wolfgang Stadler)

Wer durch die Kaiserstadt spaziert, den umgibt ein funkelndes Lichtermeer. Geschäfte sind geschmückt und die Bäume und Straßen weihnachtlich beleuchtet. Von den gesellschaftlichen Problemen wie etwa dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und den damit einhergehenden massiven Teuerungen merkt man somit nichts. Berechtigterweise fragen sich Einheimische wie Touristen, ob „das denn sein müsse“, wenn es Menschen gibt, die nicht mehr wissen, wie sie ihre Wohn- und Heizkosten stemmen sollen.

Beleuchtung mit LED am Puls der Zeit

Freilich geht eine solche Diskussion nicht am Tourismusverband (TVB) Bad Ischl vorbei, der in diesem Fall für die Weihnachtsbeleuchtung verantwortlich ist. In der schriftlichen Stellungnahme heißt es deshalb, dass „nach zwei Jahren ohne wirkliche Adventszeit“ alle auf eine „halbwegs normale“ Wintersaison hoffen. Zumal den Betreibern nun zugute komme, dass der Handel und Tourismus „in weiser Voraussicht die gesamte Weihnachtsbeleuchtung von Beginn an LED basierend und somit am Puls der Zeit“ angeschafft habe.

Beitrag muss freilich geleistet werden

Weiters sieht der Tourismusverband auch, dass „wir alle energiesparend wirtschaften müssen“ und dazu jede und jeder einen Beitrag leisten müsse. Deshalb habe sich der TVB schon vorab dazu entschlossen, nach dem Dreikönigstag die Weihnachtsbeleuchtung abzuschalten, anstatt sie wie üblich bis zu Mariä Lichtmess zu betreiben. Zudem wurde der Handel gebeten, ihre - großteils noch nicht mit LED betriebene - Schaufensterbeleuchtung früher abzuschalten. Generell verringert sich die Zeit der städtischen Beleuchtung: sie ist täglich von 16.00 - 22.00 Uhr zu bestaunen. Dazu erläutern die zuständigen Mitarbeiter, dass gemeinsam mit dem Lieferant der Ischler Weihnachtsbeleuchtung, der Firma Blachere Illumination GmbH, ein Kostenbeitrag von 35,55 Euro am Tag ermittelt wurde. Dieser wurde auf eine tägliche Einschaltzeit von sechs Stunden berechnet, wobei sich der Strompreis aber am Stand von Juli 2022 orientiert.

Wichtiges Alleinstellungsmerkmal für die Stadt

In der Adventszeit stelle die Bad Ischler Weihnachtsbeleuchtung ein wichtiges USP dar, stellt Jakob Reitinger, Geschäftsführer des TVB Bad Ischl, klar. Ein gänzlicher Verzicht wäre „horrend“ und der dadurch erwartete Schaden für Handel, Gastronomie und Vermieter nachhaltig. „Gerade in den aktuell herrschenden Krisen sollten wir unseren Gästen, Besuchern und allen Menschen aus der Region ein schönes Bild von Bad Ischl vermitteln. So kann unsere Stadt wieder besonders erstrahlen“.


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