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BAD ISCHL. Besorgte Anrainer eines Grundstücks im Ischler Ortsteil Reiterndorf werfen ein geplantes Bauprojekt immer wieder auf, nun wollen sie zu extremeren Mitteln greifen: eine Demonstration am 20. Jänner 2024 – dem Eröffnungstag der Kulturhauptstadt. 

Das geplante Wohnbauprojekt an diesem Steilhang in Reiterndorf dürfte vorerst vom Tisch sein. (Foto: privat)

Ein Wohnbauprojekt im Ortsteil Reiterndorf in Bad Ischl, Nahe des Siriuskogls, wird immer wieder thematisiert. Grund dafür ist ein Steilhang, auf dem laut den Anrainern ein Wohnbauprojekt geplant und die Bodenverhältnisse des Grundstücks aber – vor allem bei Starkregenereignissen – nicht dafür geeignet seien. Kritik üben die Anrainer vor allem an Bürgermeisterin Ines Schiller (SP) als oberste Bauinstanz und Europa-Abgeordneten Hannes Heide (SP), an den sie sich auch mehrmals gewandt hätten. Heide kommt ins Spiel, da die Betroffenen von zum Teil gefährdeten Tierarten sprechen und dafür „auch sehr seltene und EU-weit geschützte Tiere dabei (Anm. bei dem Bauprojekt) geopfert“ würden.

An die Spielregeln halten

Vermutlich um dem Thema mehr Aufmerksamkeit zu bescheren, kündigen die Anrainer nun eine Demonstration am 20. Jänner 2024 – dem Eröffnungstag der Kulturhauptstadt – in Bad Ischl an. Heide sieht die Situation entspannt: „In Österreich gibt es ein Demonstrationsrecht und für mich ist das in einer Demokratie selbstverständlich“, so der EU-Abgeordnete. Er betont, dass das betroffene Grundstück bereits in den 1970er Jahren als Bauland gewidmet wurde und es keine Baubewilligung gäbe, sollte etwas „nicht in Ordnung sein“. Auch der gewählte Zeitpunkt der Demonstration macht ihm keine Sorgen, er verweist auf die Behörden, die entscheiden, „ob und wie demonstriert“ werden dürfe. Heide zeigt sich zuversichtlich, dass die Anrainer „bestimmt keine Veranstaltung sprengen“ wollen und betont: „Wenn sie ernst zu nehmen sind, werden sie sich an die Spielregeln halten“.

Grundstück offenbar zu verkaufen

Schiller zufolge hat sich das Blatt tatsächlich gewendet, denn der niederösterreichische Bauträger Slawinski GmbH habe sich aus dem Projekt zurückgezogen und wolle das Grundstück nun verkaufen. Die Firma Slawinski GmbH war dazu nicht zu erreichen.

 


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