Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

BAD ISCHL. Wie im Vorfeld zu erwarten war, diskutierte der Bad Ischler Gemeinderat in seiner letzten Sitzung emotional über den Budgetvoranschlag für 2024. Letztlich wurde das Budget samt einer Erhöhung für Müll-, Wasser- und Kanalgebühren um 15 Prozent.

Der Gemeinderat beschloss das Budget für 2024. (Foto: Katharina Wimmer)
Der Gemeinderat beschloss das Budget für 2024. (Foto: Katharina Wimmer)

„Jetzt ist es beinahe passiert. Beinahe wären wir zur Abgangsgemeinde geworden“, sagte Eugen Hofer, Ersatzgemeinderat der Liste Zukunft ISCHL in einer emotionalen Rede zum Thema Budget der baldigen Kulturhauptstadt 2024. Bürgermeisterin Ines Schiller (SP) stellte die Sache positiver dar als ihre Kollegen von der Bürgerliste: „Wir haben es in einer schweren Zeit, in der viele Projekte umgesetzt wurden und werden, geschafft, keine Härteausgleichsgemeinde zu werden“.

Ischl wird keine Härteausgleichsgemeinde

Diskussionsthema war unter anderem die ominöse „Sparkassen-Million“, die zunächst budgetiert, nun aber auf 300.000 Euro geschrumpft ist. FP-Gemeinderat Harald Kotschy meinte dazu, dass die Stadt den Status einer Härteausgleichsgemeinde damit lediglich „um ein bis zwei Jahre hinausgezögert“ habe. Dem widersprach die Bürgermeisterin: Verschiedene Abteilungen hätten den Nachtragsvoranschlag geprüft und dabei festgestellt, dass die Stadt auch ohne diese Million nicht in den Härteausgleich gerutscht wäre.

Nach dem Beschluss des Nachtragsvoranschlag für den Finanzplan 2023, wurde dem Gemeinderat auch der Voranschlag für das kommende Jahr ausgeglichen präsentiert. Mit einem knappen Überschuss von 11.000 Euro kann die Stadtgemeinde auch 2024 positiv bilanzieren. In diesem Zuge stand die Erhöhung der Müll-, Wasser- und Kanalgebühren um 15 Prozent im Raum. Schiller betonte, dass die Gemeinde laut Verordnung dazu verpflichtet sei, die Leistungen kostendeckend zu führen und dass das ohne eine solche Erhöhung nicht mehr möglich sei - das letzte Mal wurden die Gebühren 2018 erhöht.

„Jetzt zahlen wir die Rechnung dafür“

SP-Vizebürgermeister Franz Hochdanninger gestand ein, dass es „rückblickend schlauer gewesen wäre, kontinuierlich jedes Jahr um drei Prozent zu erhöhen“. Dadurch, dass die Gemeinde unter anderem wegen der Corona-Pandemie die Kosten niedrig halten wollte, „bezahlen wir jetzt die Rechnung dafür“. Trotz allen Pro und Contras beschloss der Gemeinderat die Erhöhung, wolle künftig aber auch im Sozialausschuss behandeln, wie armutsgefährdete Familien besser unterstützt werden können.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Raffelsberger als ÖVP-Bezirksobmann im Salzkammergut wieder gewählt

Raffelsberger als ÖVP-Bezirksobmann im Salzkammergut wieder gewählt

BEZIRK GMUNDEN. Rudolf Raffelsberger ist beim Bezirksparteitag im „Mezzo“ mit 99,49 Prozent der Stimmen als Obmann der OÖVP Salzkammergut ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Baustart für 28 Mietkaufwohnungen in Laakirchen

Baustart für 28 Mietkaufwohnungen in Laakirchen

LAAKIRCHEN. Die gemeinnützige Gmundner Wohnungsgenossenschaft „Traunsee“ hat mit einem Spatenstich den Bau von 28 Mietkaufwohnungen an der ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Gmundner Molkerei investiert 60 Millionen Euro in Käseproduktion

Gmundner Molkerei investiert 60 Millionen Euro in Käseproduktion

GMUNDEN. Die Gmundner Molkerei hat 60 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung ihrer Käseproduktion am Standort Gmunden investiert. ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Gmundner Gemeinderat macht Weg für Hotelprojekt Seeviertel frei

Gmundner Gemeinderat macht Weg für Hotelprojekt Seeviertel frei

GMUNDEN. In einer Sondergemeinderatssitzung stimmte der Gemeinderat mehrheitlich mit den Stimmen der ÖVP und FPÖ für die Vertragsänderungen ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Gernot Winterauer aus Obertraun soll Mario Haas im Landtag nachfolgen

Gernot Winterauer aus Obertraun soll Mario Haas im Landtag nachfolgen

OBERTRAUN/GMUNDEN. Die SPÖ-Bezirksorganisation Gmunden hat Gernot Winterauer als Salzkammergut-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2027 ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Liste FÜR Vorchdorf nominiert Albert Sprung für Bürgermeisterwahl

Liste FÜR Vorchdorf nominiert Albert Sprung für Bürgermeisterwahl

VORCHDORF. Die Liste FÜR Vorchdorf hat ihren Listenchef und Gemeindevorstand Albert Sprung einstimmig als Bürgermeisterkandidaten für die ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Weitere Beiträge