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OÖ. Im finalen Teil einer dreiteiligen Tips-Serie rund ums Thema Personalsuche wirft David Stöttner von regionaljobs.at ein Blick auf aktuelle Entwicklungen und die Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz in diesem Bereich.

  1 / 2   Die junge Generation achtet stark auf Arbeitgeberbewertungen und Unternehmenskultur. (Foto: stock.adobe.com/contrastwerkstatt)

Tips: Was zeichnet „attraktive“ Arbeitgeber besonders an?

Stöttner: Für Unternehmen wird es immer schwieriger, attraktiv zu sein. Ein gutes Gehalt ist nach wie vor sehr wichtig bei der Jobwahl. Aber mittlerweile sind eine ausgezeichnete Work-Life-Balance, ständige Weiterbildungsmöglichkeiten und ein unterstützendes Arbeitsumfeld fast genauso wichtig. Eine starke, transparente und authentische Unternehmenskultur, die Wertschätzung und Mitgestaltung fördert, ist ebenfalls entscheidend für den Erfolg im modernen Recruiting. Unternehmen sollten den Wandel der Arbeitswelt aktiv mitgestalten und auf sich ständig wechselnde Anforderungen der potenziellen neuen Mitarbeiter eingehen. Diese Diversität bei den Mitarbeitern und Mut bei Neuigkeiten können ein Unternehmen unheimlich voranbringen.

Tips: Was muss sich beim Thema Personalsuche ändern?

Stöttner:Wir müssen zukünftig noch flexibler werden und neue Technologien sowie unkonventionelle Talente finden und nutzen. Ein Umdenken hin zu datengetriebenen Entscheidungsprozessen und digitalen Rekrutierungsmethoden wird ebenfalls wichtiger werden. Zudem sollte mehr Wert auf die Bedürfnisse der Bewerber gelegt und ein positives Bewerbererlebnis geschaffen werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Tips: Wie spricht man Personen an, die „eigentlich gar nicht suchen“?

Stöttner:Diese Personen werden durch interessante, maßgeschneiderte Angebote und persönliche Ansprache erreicht. Empfehlungen von bestehenden Mitarbeitern sind hierbei besonders effektiv. Soziale Netzwerke spielen eine große Rolle: Authentische Einblicke in das Unternehmen über soziale Medien und Employer Branding wecken zusätzliches Interesse und können zur Kontaktaufnahme führen, selbst bei passiv suchenden Kandidaten.

Tips: Sucht die „junge Generation“ anders nach Jobs, als es bisher üblich war?

Stöttner: Die junge Generation nutzt verstärkt digitale Plattformen und soziale Medien und achtet stark auf Arbeitgeberbewertungen und Unternehmenskultur. Mobile, schnelle und transparente Bewerbungsprozesse sind ihnen wichtig. Authentizität und eine starke Online-Präsenz des Unternehmens sind entscheidend, ebenso wie Informationen zur Sinnhaftigkeit der Arbeit und Entwicklungsmöglichkeiten.

Tips: Welche neuen, innovativen Methoden gibt es für die Personalsuche?

Stöttner: Innovative Methoden wie Gamification, die wir in unseren Social-Recruiting-Paketen von regionaljobs.at anbieten, sowie Algorithmen zur Talentvorhersage und zielgerichtetes Employer Branding gewinnen an Bedeutung. Online-Plattformen und KI-gestützte Analysen verbessern die Vorauswahl von Bewerbern. Durch personalisierte Ansprache über soziale Medien wird die Effizienz und Genauigkeit der Personalsuche deutlich gesteigert, was in der Folge zu besseren Ergebnissen führt.

Tips: Inwieweit kann Künstliche Intelligenz dafür eingesetzt werden?

Stöttner:Viele sich immer wiederholende Aufgaben können mittlerweile gut automatisiert werden. KI kann dabei unterstützen und wird in Zukunft einen noch viel höheren Stellenwert bekommen. Das beginnt bei der Erstellung von Stellenanzeigen und geht über die Vorauswahl bis hin zur Beurteilung von Bewerbern. Dadurch kann man unbewusste Vorurteile vermeiden und gleichzeitig individuelle Onboarding-Prozesse einleiten. Somit können sich die Personaler auf strategische und zwischenmenschliche Aspekte des Recruitings konzentrieren. Man sollte bei der Personalsuche keine Angst vor Innovationen wie der KI haben. Diese hat enormes unterstützendes Potenzial, kann aber menschliche Entscheidungen nie ersetzen.


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