Regionen wie das Salzkammergut prägen die Zukunft der EU
BAD ISCHL/SALZKAMMERGUT. Die Bedeutung der Regionen für die Europäische Union steht im Fokus des Europaabgeordneten Hannes Heide. Er betont die Notwendigkeit, Förderprogramme wie Leader zu stärken und Entscheidungskompetenzen in den Regionen zu belassen, um die Entwicklung ländlicher Gebiete aktiv zu fördern.

Hannes Heide sieht in der Dezentralisierung der Fördermittelvergabe einen Schlüssel zum Erfolg der Europäischen Union. Besonders Programme wie Leader, die lokale Projekte unterstützen, hätten sich bewährt. Diese Initiativen bieten Gemeinden trotz knapper Budgets die Möglichkeit, wichtige Projekte umzusetzen. Im Bezirk Gmunden leisten die Leader-Region Inneres Salzkammergut und die Traunsteinregion Vorbildliches. Heide setzt sich im Europäischen Parlament dafür ein, dass solche Programme im nächsten Finanzrahmen der EU gestärkt werden.
Herausforderungen im ländlichen Raum
Neben der Förderung regionaler Projekte fordert Heide mehr Transparenz bei der Vergabe von EU-Fördermitteln und eine bessere Information der Bürger. Er kritisiert, dass viele Förderprogramme im ländlichen Raum wirken, dies aber kaum bekannt sei. Zudem appelliert er an Bund und Land, gezielte Maßnahmen für den ländlichen Raum umzusetzen. Mobilität, Digitalisierung und Ortskernbelebung seien zentrale Handlungsfelder, die angegangen werden müssten. Schließungen von Haltestellen oder mangelnde Unterstützung bei Problemen wie Treibholz in Ebensee seien kontraproduktiv und würden die Region schwächen.
Heide sieht die Zukunft der Europäischen Union eng mit der Stärkung ländlicher Räume verbunden. „Die Regionen Europas sind entscheidend für den Erfolg der EU. Sie müssen spürbar im Alltag der Menschen sein.“


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