Bad Ischl legt ausgeglichenen Budgetentwurf für 2026 vor
BAD ISCHL. Trotz angespannter finanzieller Rahmenbedingungen hat die Stadtgemeinde Bad Ischl einen Entwurf für ein ausgeglichenes Budget 2026 vorgelegt. Während zahlreiche Gemeinden in Oberösterreich keinen ausgeglichenen Haushalt mehr erstellen können, sei dies in Bad Ischl durch umfangreiche Anstrengungen gelungen, so Bürgermeisterin Ines Schiller.
Die Budgeterstellung erfolgte unter Einbindung externer Fachleute. Ziel war es, trotz notwendiger Konsolidierung zentrale Aufgaben der Stadtgemeinde abzusichern und wichtige Einrichtungen weiterhin zu unterstützen. Gespräche wurden unter anderem mit Feuerwehren, Vereinen, Schulen, Kinderbetreuungseinrichtungen sowie Vertretern der Wirtschaft geführt. „Auch wenn Mittel teilweise reduziert werden müssen, ist und bleibt die Stadtgemeinde mit diesem Ergebnis verlässlicher Unterstützer für unsere Feuerwehren und Vereine.“
Steigende Belastungen für die Gemeinden
Die finanzielle Situation wird durch steigende Umlagen an das Land, den Sozialhilfeverband sowie durch hohe und weiter wachsende Krankenanstaltenbeiträge erschwert. Gleichzeitig stagnieren oder sinken die Ertragsanteile aus dem Finanzausgleich, was den Handlungsspielraum der Gemeinden weiter einschränkt.
Investitionen trotz schwieriger Lage
Trotz dieser Rahmenbedingungen plant Bad Ischl Investitionen in Höhe von 29 Millionen Euro. Vorgesehen sind unter anderem der neue Schulcampus mit Sportmittelschule, Landesmusikschule und Leopold-Hasner-Schule, eine neue Sporthalle, neue Feuerwehrfahrzeuge samt Sanierung der Hauptfeuerwehrwache, die Sanierung der Volksschule Reiterndorf, Maßnahmen im Lehártheater sowie Investitionen in Kanal, Wasserversorgung und Hochwasserschutz.
Ein Großteil dieser Vorhaben wird durch Förderungen von Land und Bund ermöglicht. Beim Schulcampus sollen rund zwei Drittel der Kosten gefördert werden. Da Auszahlungen teils erst nach 2029 erfolgen, ist eine Zwischenfinanzierung notwendig. Dafür sind vorübergehende Schulden von etwa 16 Millionen Euro vorgesehen, wobei die entstehenden Zinskosten nicht vollständig abgegolten werden. Bürgermeisterin Ines Schiller betont: „Die Stadtgemeinde investiert jedenfalls vorrangig und engagiert in Bildung, Jugend, Sicherheit und Infrastruktur, übernimmt damit Verantwortung für kommende Generationen und wir machen Bad Ischl so zukunftsfit.“
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