Arbeitsmarkt im Bezirk Gmunden stabilisierte sich im Februar
GMUNDEN. Nach dem saisonal bedingten Höchststand im Jänner hat sich der Arbeitsmarkt im Bezirk Gmunden im Februar 2026 stabilisiert. Die Zahl der arbeitslos vorgemerkten Personen liegt leicht über dem Vorjahr, die Arbeitslosenquote bleibt jedoch unter dem Landesdurchschnitt.

Mit 2.249 arbeitslos vorgemerkten Personen verzeichnet der Bezirk Ende Februar einen Anstieg um 33 Personen beziehungsweise 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Während Oberösterreich im selben Zeitraum einen Rückgang von 1,5 Prozent meldet, entwickelt sich Gmunden damit leicht gegenläufig. Die geschätzte Arbeitslosenquote beträgt 5,0 Prozent und liegt weiterhin deutlich unter dem oberösterreichischen Vergleichswert.
Auffällig ist die unterschiedliche Entwicklung nach Personengruppen. Bei den Frauen wurden 925 arbeitslos vorgemerkte Personen gezählt, ein Plus von 83 Personen beziehungsweise 9,9 Prozent. Bei den Männern ging die Zahl um 50 Personen beziehungsweise 3,6 Prozent auf 1.324 zurück. In der Altersgruppe unter 25 Jahren sank die Arbeitslosigkeit um 5,9 Prozent auf 255 Personen. In der Gruppe von 25 bis unter 50 Jahren stieg sie um 2,9 Prozent auf 1.229 Personen, bei den über 50-Jährigen um 1,9 Prozent auf 765 Personen.
Langzeitarbeitslosigkeit im Fokus
Deutlich angestiegen ist die Langzeitarbeitslosigkeit. 249 Personen waren länger als sechs Monate vorgemerkt, ein Zuwachs von 26,4 Prozent. 171 Personen galten als länger als zwölf Monate arbeitslos, was einem Anstieg von 56,9 Prozent entspricht. Dieser Bereich bleibt eine zentrale Herausforderung für den regionalen Arbeitsmarkt.
Gleichzeitig befanden sich 648 Personen in Schulungsmaßnahmen des Arbeitsmarktservice Gmunden, ein Plus von 3,7 Prozent. Insgesamt betreute das Arbeitsmarktservice damit 2.897 Personen, bestehend aus Arbeitslosen und Teilnehmern an Qualifizierungsmaßnahmen.
Stellen- und Lehrstellenmarkt
Die Dynamik am Arbeitsmarkt blieb im Februar hoch. 493 Personen wurden neu arbeitslos gemeldet, um 12,7 Prozent weniger als im Vorjahr. 761 Personen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon 467 durch Aufnahme einer Beschäftigung. Die Abgänge überstiegen damit die Zugänge deutlich.
Am Stellenmarkt waren 1.424 offene Stellen gemeldet, ein Rückgang von 18,3 Prozent. Davon waren 1.163 Stellen sofort verfügbar. 691 offene Stellen wurden im Februar neu gemeldet. Besonders in den Bereichen Produktion und Handel zeigte sich ein deutlicher Rückgang. Der Lehrstellenmarkt blieb hingegen entspannt: 189 Lehrstellensuchenden standen 435 offene Lehrstellen gegenüber, 82 davon sofort verfügbar.
„Gerade bei strukturellen Veränderungen braucht es passgenaue Qualifizierung und individuelle Begleitung. Unser Ziel bleibt, Menschen nachhaltig in Beschäftigung zu bringen und Betriebe bestmöglich zu unterstützen“, betont Ilse Hankowetz, Leiterin des Arbeitsmarktservice Gmunden.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden