Neuausschreibung der „Lakeside-Lounge“ an der Gmundner Esplanade
GMUNDEN. Die Stadtgemeinde Gmunden schreibt den Gastronomiebetrieb an der Esplanade erneut aus. Grund dafür sind unvollständige Bewerbungsunterlagen der bisherigen Interessenten.

Derzeit wird das Lokal „mit einem der attraktivsten Standorte in ganz Oberösterreich“ – wie Bürgermeister Stefan Krapf (ÖVP) es bezeichnete – von der Konditorei Baumgartner betrieben. Da dieser Baurechtsvertrag jedoch Ende Oktober 2027 ausläuft, muss die Stadtgemeinde aus rechtlichen Gründen ein EU-weites Verfahren zur Neuvergabe durchführen. Ein erstes Vergabeverfahren brachte zwar vier Bewerbungen – darunter auch jene der Konditorei Baumgartner –, keine davon war jedoch vollständig. Deshalb wird das bisherige Verfahren widerrufen und neu durchgeführt.
Frist bis Ende Oktober
Die neue Bewerbungsfrist endet am Donnerstag, 29. Oktober, um 14 Uhr. Der neue Vertrag soll eine Laufzeit von 50 Jahren haben.Die Ausschreibung wurde zudem in einigen Punkten angepasst: Ein zusätzliches Freizeitangebot und ganzjährige Öffnungszeiten sowie Öffnungszeiten an allen Wochentagen sind kein Muss mehr, gelten laut Tourismusstadträtin Linda Windbichler (NEOS) aber als erwünscht. Auch die bauliche Umsetzung bleibt offen: „Es gibt zwei Varianten beim Bau: entweder Umbau, Zubau und Sanierung des vorhandenen Gebäudes oder Abriss und Neubau am Standort“, ergänzt Baustadtrat Rüdiger Fritz (FPÖ).
Zweistufiges Verfahren
In der ersten Phase des zweistufigen Verfahrens geht es noch nicht um ausgearbeitete Konzepte. Bis Ende Oktober müssen Interessenten zunächst berufliche Zuverlässigkeit sowie finanzielle, wirtschaftliche und technische Leistungsfähigkeit nachweisen. Danach werden maximal sechs Bewerber ausgewählt, die in die zweite Phase kommen und deren Konzepte von einer unabhängigen Jury bewertet werden. Mit der Neuausschreibung sollen sowohl bisherige Interessenten ihre Unterlagen ergänzen als auch neue Interessenten eine Bewerbung einreichen können.
Kritik von den Grünen
Die Grünen Gmunden kritisieren die Neuausschreibung und sehen darin eine Zeitverzögerung, die zusätzliche Kosten verursache und personelle Ressourcen binde.
Die Stadtgemeinde verweist hingegen auf die rechtliche Lage und betont zusätzlich, dass die Vergabe ausschließlich von den eingereichten Konzepten und der transparenten Bewertung abhänge.








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