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OBERTRAUN/GOSAU. Auch Unfälle auf der Piste müssen von der Polizei aufgenommen werden. Doch immer wieder machen sich Unfallfahrer einfach aus dem Staub.

Immer wieder ergreifen Unfallfahrer auf der Skipiste die Flucht.*Foto: Daniel Stricker/pixelio.de
Immer wieder ergreifen Unfallfahrer auf der Skipiste die Flucht.*Foto: Daniel Stricker/pixelio.de
  Vergangenes Wochenende auf der Zwieselalm-Talabfahr: Ein Schifahrer kollidiert mit einem 51-jährigen Schiurlauber aus Belgien und bringt ihn zu Sturz. Dieser überschlägt sich mehrmals und zieht sich Prellungen an der Wirbelsäule zu. Der unbekannte Schifahrer fährt einfach weiter.    Vorfälle wie dieser scheinen sich in jüngster Zeit zu häufen, wie die in Gosau stationierten Polizisten beobachten: „Viele Wintersportler wissen anscheinend nicht, dass auch Pisten-Unfälle von der Polizei aufgenommen werden.“ Bei jedem Zusammenstoß, bei dem jemand stürzt, muss entweder die Polizei oder die Pistenrettung verständigt werden, eine Meldung des Unfalls an der Talstation ist ebenfalls möglich. Die Unfallbeteiligten sollten die Unfallstelle nicht verlassen – dies kann als Fahrerflucht gewertet werden. Auch Unbeteiligte können die Polizei alarmieren, es entstehen dabei keine Kosten.   Teuer kann es jedoch werden, einen Unfall nicht zu melden: Wenn man bei Versicherungen Ansprüche wegen Verletzungen oder zerstörter Skier stellt, schaut man ohne Bestätigung der Polizei oft durch die Finger.   Allgemein ruft die Polizei die Pistenregeln in Erinnerung: So ist das Stehenbleiben nur am Pistenrand gestattet. Wer – auch als Gruppe – mitten auf der Piste stehenbleibt, ist bei einem Unfall zumindest mit schuld und hat es schwer, Schmerzensgeldforderungen zu stellen. Auch übermäßiger Alkoholgenuss kann teuer werden: Alkoholisierung spielt für die Staatsanwaltschaft bei der Bewertung von Unfällen eine wichtige Rolle. Ein wichtiger Tipp am Schluss: „Man sollte die Pisten nach Können wählen: Ein Anfänger gehört nicht auf die schwarze Piste.“

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