Vermisster tot aufgefunden - für die weiteren Bewohner ist Betreuung gesichert
GRAMASTETTEN/SARLEINSBACH. Nach dem Großbrand in der Arcus-Wohneinrichtung in der Nacht auf heute gibt es ein Todesopfer zu beklagen: Der vermisste Mann konnte nur mehr tot aufgefunden werden. Für die weiteren betroffenen Bewohner hat das Arcus-Sozialnetzwerk mittlerweile Betreuungsplätze organisiert.

Es sind schwere Stunden für Arcus-Geschäftsführer Franz Stadlbauer, der natürlich vor Ort in Gramastetten ist. „Es ist ein Unglück“, sagt er - und dennoch ist er erleichtert, dass die Rettungskette so gut funktioniert hat und bis auf eine Person alle Bewohner von den Mitarbeitern und Feuerwehr-Kräften rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden konnten. Jener pflegebedürftige 67-jährige Mann, in dessen Wohnbereich das Feuer gestern Nacht ausgebrochen ist, wurde tot in seinem Zimmer aufgefunden. Aufgrund der akuten Einsturzgefahr konnte dieses nicht betreten werden.
Die Wohneinrichtung für Menschen mit psychosozialem Betreuungsbedarf besteht aus einem Haupt- und einem Nebengebäude. Die Flammen haben das Hauptgebäude mit den 19 Wohnplätzen unbewohnbar gemacht. „Wir haben für alle Betroffenen die weitere Betreuung organisiert“, erklärt Stadlbauer. „Im Nebengebäude wurden die Einzelzimmer zu Doppelzimmern umfunktioniert, ebenso in einer Wohngemeinschaft. Weitere Personen werden im Altenheim Gramastetten bzw. im Wohnheim St. Severin in Sarleinsbach untergebracht“, erklärt der Arcus-Chef. Wichtig war ihm, dass die Menschen so weit wie möglich in der gewohnten Umgebung bleiben können.
Die Ursache für den Brand ist nach wie vor unklar, die Polizei ermittelt zur Zeit vor Ort.


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