HAAG AM HAUSRUCK. (Update) In Haag am Hausruck ist in der Nacht auf Freitag auf einem Bauernhof ein Großbrand ausgebrochen. Die Feuerwehr rief Alarmstufe 3 aus, Einsatzkräfte von elf Feuerwehren standen im Einsatz.

Die örtlichen Kräfte wurden gegen 1 Uhr zu einem Brand eines landwirtschaftlichen Fahrzeuges zu einem Bauernhof im Gemeindegebiet von Haag am Hausruck alarmiert.
Das Brandobjekt ist etwas abgelegen, direkt an der Gemeindegrenze zu Geboltskirchen, situiert. Kurz nach der Alarmierung wurden sofort weitere Kräfte hinzugezogen, da es sich abzeichnete, dass es sich um ein größeres Brandereignis handelte.
Alarmstufe 3
Die Feuerwehr rief dann umgehend Alarmstufe 3 aus, woraufhin Kräfte von 13 Feuerwehren am Einsatzort im Löscheinsatz standen. Die Platzverhältnisse am Einsatzort waren beengt, zahlreiche anrückende Fahrzeuge reihten sich aneinander, schwierig war auch die Wasserversorgung.
Zwei Kilometer lange Löschwasserleitungen
Löschwasserleitungen mussten knapp zwei Kilometer lang gelegt werden, um genug Wasser am Einsatzort zu haben. Beim Eintreffen der Kräfte stand ein Großteil des Wirtschaftstraktes in Vollbrand. Ein Übergreifen der Flammen auf den Wohntrakt konnte ersten Angaben nach offenbar erfolgreich verhindert werden.
Starker Wind und große Mengen an gelagertem, trockenen Heu im Stallbereich erschwerten die Löscharbeiten und begünstigten die Brandausbreitung. Ein hinterer, angebauter Teil des Stallgebäudes konnte jedoch ersten Informationen nach ebenfalls gehalten werden.
Großteil der Tiere gerettet
Der Großteil der Tiere wurde durch das schnelle Eingreifen der Hausbesitzer und der Einsatzkräfte gerettet. Für etwa zehn Tiere kam jedoch jede Hilfe zu spät. Nach aktuellem Stand werden noch rund 15 Tiere im Umfeld des Hofes vermisst.
Die Löscharbeiten werden jedenfalls auch noch den Freitag über andauern.
Vor vielen Jahren soll laut Einsatzkräften der Bauernhof bereits einmal abgebrannt sein, wie sich einige erfahrene Feuerwehrmänner noch an den damaligen Einsatz erinnern konnten. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Klärung der Brandursache aufgenommen.
Update
Bei einer Erstbefragung gab die 42-jährige Hofbesitzerin an, dass sie aufgrund der eigenartigen Geräusche zunächst dachte, dass es hageln würde. Als sie jedoch aus dem Fenster blickte, sah sie bereits wie der obere Stock der Stallung Feuer gefangen hatte.
Rund 20 verendete Rinder
„Daraufhin wählte die Frau sofort den Feuerwehr-Notruf. Insgesamt waren 13 umliegende Feuerwehren mit etwa 185 Einsatzkräften im Löscheinsatz. Laut Angaben der 42-Jährigen befanden sich zum Brandzeitpunkt nur einige der rund 168 Rinder und Jungrinder im Stall, wodurch derzeit davon auszugehen ist, dass vermutlich rund 20 Jungrinder im Feuer verendeten“, berichtet die Polizei.
Ein Feuerwehrmann wurde aufgrund eines Kreislaufzusammenbruches zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die Brandursache und Schadenshöhe sind noch unbekannt.


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