Bad Schallerbacherin Valerie Pachner mit zwei Rollen beim Jedermann

Yannik Bogensperger Tips Redaktion Yannik Bogensperger, 01.12.2022 16:53 Uhr

BAD SCHALLERBACH/SALZBURG. Valerie Pachner übernimmt die Buhlschaft und den Tod des Jedermanns der Salzburger Festspiele. Die 35-jährige ist in Bad Schallerbach aufgewachsen und wurde 2018 mit einem Romy für die beste Nachwuchsschauspielerin ausgezeichnet.

Die bekanntesten Nebenrollen in der Theaterwelt übernimmt 2023 Valerie Pachner aus Bad Schallerbach, dies gaben die Salzburger Festspiele heute bekannt. Die Schauspielerin wird zukünftig an der Seite des neuen Jedermann Michael Maertens die Buhlschaft, aber auch den Tod spielen.

„Ich habe mich sehr gefreut. Vor allem, weil von Anfang an klar war, dass ich auch den Tod spielen sollte. Nicht nur love interest, sondern auch Antagonistin zu sein, finde ich sehr reizvoll. Und es ermöglicht mir, als Schauspielerin mehr zu erzählen“, sagt Valerie Pachner über ihre Rollen beim Jedermann.

Valerie Pachner wurde 1987 in Wels geboren und wuchs in Bad Schallerbach auf. Nach der Schule lebte sie ein Jahr in Honduras, was sie dazu bewog, in Wien das Studium der Internationalen Entwicklung zu belegen. Parallel dazu studierte sie Germanistik, ihre Leidenschaft zur Schauspielerei überwog schließlich und sie absolvierte von 2009 bis 2013 das Max Reinhardt Seminar. Bereits 2013 wurde sie festes Mitglied des Ensembles am Residenztheater in München, wo man sie unter anderem in „Horváths Glaube Liebe Hoffnung“ unter der Regie von David Bösch und in der Rolle der Irina in „Tschechows Drei Schwestern“ sowie in Arthur Millers „Hexenjagd“ sehen konnte. Mehrere Kinorollen Für ihre Arbeit am Residenztheater erhielt sie 2016 den Bayrischen Kunstförderpreis.

Valerie Pachner übernahm mehrere Kinorollen

Parallel zu ihrer Bühnenarbeit übernahm Pachner erste Kinorollen in „Jack“ und „Vor der Morgenröte“. In Thomas Wotschitz‘ Kinofilm „Bad Luck“, der 2015 für den Max Ophüls-Preis nominiert war, spielte sie ihre erste Hauptrolle. Für ihre Darstellung der Wally Neuzil in „Egon Schiele: Tod und Mädchen“ wurde sie mit dem österreichischen Filmpreis und der Romy als beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet. 2016 erhielt sie ihr erstes internationales Engagement, als Terrence Malick auf sie aufmerksam wurde und sie in der weiblichen Hauptrolle der Franziska Jägerstätter für seinen Film, das Weltkriegsdrama „Ein verborgenes Leben“ besetzte.

Der Film lief 2019 bei den Filmfestspielen in Cannes und sorgte international für Aufmerksamkeit. Ein weiterer Meilenstein in der Karriere von Valerie Pachner war die preisgekrönte Hauptrolle in Marie Kreutzers „Der Boden unter den Füssen“ (2019), der bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin seine viel beachtete Weltpremiere feierte. U.a. wurde sie für diese Rolle mit dem Deutschen Schauspielpreis ausgezeichnet und für den österreichischen Filmpreis als beste Darstellerin nominiert. 2021 war Valerie Pachner in dem Prequel der international erfolgreichen „The King´s Man“-Reihe unter der Regie von Matthew Vaughn an der Seite von Ralph Fiennes, Rhys Ifans und Daniel Brühl auf der Leinwand zu sehen.

Im Jahr darauf im dritten Teil des Harry-Potter-Spinoffs „The Secrets of Dumbledore“. Im Western-Drama „The English“ von Autor und Regisseur Hugo Blick übernahm Valerie Pachner eine Ensemble-Hauptrolle, gemeinsam neben Emily Blunt, Chaske Spencer, und Stephen Rea. Die in Spanien gedrehte sechsteilige Amazon-Serie ist seit Herbst 2022 zu sehen. Erstmals bei den Salzburger Festspielen war Valerie Pachner 2018 im Rahmen einer Lesung mit Prosa von David Grossman – u.a. mit Caroline Peters, Martin Schwab, Oliver Stokowski und August Zirner – zu Gast. 2023 gibt Valerie Pachner schließlich ihr Bühnendebüt bei den Salzburger Festspielen als Tod / Buhlschaft im Jedermann.

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