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GRIESKIRCHEN. In Grieskirchen untergebrachte Asylwerber können ab sofort am städtischen Bauhof mitarbeiten, sich etwas Geld dazuverdienen und Abwechslung erleben. Unterdessen setzen Bevölkerung und Vereine starke Zeichen der Hilfsbereitschaft.
 

  1 / 2   Asylwerber, Bauhofmitarbeiter und Bürgermeisterin Maria Pachner am Bauhof. Foto: Stadtgemeinde Grieskirchen

Das Rote Kreuz betreut im ehemaligen Hauptschulgebäude über 90 Flüchtlinge. „Asylwerber stehen von Gesetzes wegen nicht für den Arbeitsmarkt zur Verfügung - ausgenommen Saisonarbeit. Im öffentlichen Dienst können sie jedoch in Projekte mit Belohnung eingebunden werden“, erklärt Flüchtlingshelfer Christian Hrubes vom Roten Kreuz. Eine Chance, die von der Stadtgemeinde Grieskirchen kurzerhand und unbürokratisch ergriffen wird. Untergebrachte Flüchtlinge dürfen maximal 22 Stunden pro Monat am Bauhof mitarbeiten und erhalten dafür einen Anerkennungsbetrag von fünf Euro je Stunde. „Die Flüchtlinge kommen überwiegend aus der Mittelschicht, haben ums nackte Überleben gekämpft und müssen nun mit 5,50 Euro pro Tag auskommen. Am Bauhof können sie ein wenig Geld dazuverdienen und entgehen der Gefahr, einen Lagerkoller zu erleiden. Der Wille zum Arbeitseinsatz ist überwältigend“, zeigt sich Günter Haslberger, Bezirksstelleneiter des Roten Kreuzes, vom Projekt angetan. Auch Grieskirchens Bürgermeisterin Maria Pachner ist erleichtert: „Die Flüchtlinge wollen eingebunden werden. Wir freuen uns, diesem Wunsch nachkommen zu können und Abwechslung zu ermöglichen“. Die Bauhofmitarbeiter haben sich unisono für das Projekt ausgesprochen und dürfen sich über tatkräftige Unterstützung freuen. Der Dienstplan wird von Sabine Huber und dem Bauhof-Team mit größter Sorgfalt erstellt. Vereine und Einheimische helfen Grieskirchens Bürgermeisterin Maria Pachner zeigt sich von der Hilfsbereitschaft für die Flüchtlinge beeindruckt: „Mein größter Dank gilt dem Roten Kreuz, das intensive und selbstlose Arbeit leistet. Die professionelle Betreuung der Asylwerber gibt den Menschen ein zuverlässiges Gefühl der Sicherheit“. Spontanhilfen aus der Bevölkerung stehen in Grieskirchen an der Tagesordnung. So wird der Sozialmarkt kontinuierlich mit Waren beschickt, die von den Flüchtlingen und einheimischen Nutzern günstig und in ausreichender Menge erworben werden können. Der SV Grieskirchen und die Faustballer luden die Asylwerber zu ihren Heimspielen ein und durften sich über zusätzliche Fans und Erfolge freuen.


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