Ein Netz in der Stadt als Symbol für Zusammenhalt
GRIESKIRCHEN. Das Jahr 2019 ist für die Bezirkshauptstadt Grieskirchen von so einigen Höhepunkten geprägt. Das über der Stadt schwebende Netz feiert seine Rückkehr, das Kulturaushängeschild Landlwochen besteht seit 20 Jahren und die Stadt wächst: Wohnbauten, Betriebserweiterungen und Straßenbau lassen Grieskirchen pulsieren. Bürgermeisterin Maria Pachner spricht in ihrem zehnten Jahr als Ortschefin über viel Positives aber auch darüber, was man in der Stadt noch verbessern könnte.

Tips: Ein besonderer Höhepunkt heuer ist die Rückkehr des Netzes nach der Landesausstellung 2010 – was bedeutet dies für die Stadt und was erhofft man sich davon?
Maria Pachner: Das Netz ist zu einem Wahrzeichen von Grieskirchen geworden und hat etliche Jahre gefehlt. Auf Initiative des Kulturforum Landl und des Forum Stadtentwicklung, die ein Revival haben wollten, ist es gelungen, das Netz wieder in die Stadt zu bringen. Die Stadt alleine hätte die finanziellen Mittel dafür nicht stemmen können. Man hat aber die Kosten für das Material übernommen. Der Löwenanteil kam von Seiten der Wirtschaft, der man dafür gar nicht genug danken kann. Es ist nicht selbstverständlich, dass die Wirtschaft so viel Geld für ein Kunstwerk ausgibt. Gleich am ersten Sonntag nach der Netzmontage wurde die Stadt von Besuchern überrannt. Es ist etwas Einzigartiges und für uns ein Alleinstellungsmerkmal sowie Frequenzbringer. Für mich ist es aber auch ein Zeichen für Zusammenhalt, wie wir uns in der Stadt vernetzen, wie wir zusammenstehen und so ein Kunstwerk möglich machen können. Die Sponsoren und die Geschichte des Netzes werden demnächst im Rahmen einer Infosäule am Stadtplatz verewigt.
Tips: Womit kann die Stadt punkten?
Pachner: Sicherlich mit unserer Wirtschaftskraft. Vor allem die Leitbetriebe entwickeln sich gut. Aber auch die kleinen Betriebe sind es, die die nötige Frequenz bringen. Das Technologie- und Innovationszentrum (TIZ) werden wir im Herbst wieder erweitern. Während viele andere TIZ zusperren, wird bei uns stetig erweitert. Forschung und Entwicklung wird hier großgeschrieben. Erfreulich ist auch, dass die Schülerzahlen in der HTL ständig steigen. Es werden bereits neue Räume für die Schüler im Schulzentrum gesucht, um diese Erfolgsgeschichte weiterschreiben zu können. Es ist ein Zeichen, dass die Lehrer eine hervorragende Arbeit leisten. Das Ehrenamt funktioniert wirklich gut bei uns. Wir haben eine hohe Bereitschaft und viele kreative Köpfe, die etwas bewegen wollen. Wir müssen schauen, dass die Rahmenbedingungen passen, aber das Leben in die Stadt bringen die Menschen selber.
Tips: Was könnte besser laufen?
Wir haben leider etliche Leerstände in der Stadt. Es ist das ständige Bestreben da diese Leerstände wieder aufzufüllen. Auch die Gastronomie kämpft mit Personalmangel und legt öfter Sperrstunden ein. Die Parkplatznot in Grieskirchen ist ein Thema: Hier sind Überlegungen zu Parkdecks im Behördenviertel und am Parkplatz Ost im Gange. Auch für Radfahrer wünsche ich mir eine gute Lösung. Mir wäre ein geschützter Radweg für die Sicherheit der Freizeitradler lieber. Wir arbeiten in der Stadt auf Hochtouren, was uns aber bremst ist die Gemeindefinanzierung neu. Es ist ein Unterschied ob zwei Drittel oder 20 Prozent gefördert werden. Auch mit hoher Finanzkraft ist dies nicht machbar. Unterm Strich bleibt nicht das übrig, was man sich wünscht.


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