Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

NATTERNBACH. Heiß diskutiert wird in der Gemeinde Natternbach ein geplanter Kunstrasenplatz. Vier Frauen, die mit ihren Liegenschaften an das Grundstück angrenzen, stellen sich mit voller Kraft gegen den Trainingsplatz und initiierten eine Unterschriftenaktion gegen das Projekt. Diese unterstützten 451 Natternbacher Bürger. Die Gemeinde hat aktuell 2300 Einwohner.

Manuela Klaffenböck, Helga Klaffenböck, Martina Mayr und Lucia Wagner stehen dem Projekt Kunstrasenplatz kritisch gegenüber. Foto: LangS

„Wir hoffen, dass wir eine Chance haben und statt einem Kunstrasen einen normalen Trainingsplatz bekommen“, erklärt Helga Klaffenböck, eine der Initiatorinnen, die Motivation hinter der Unterschriftenaktion. Innerhalb von 14 Tagen sammelten die Frauen und weitere Unterstützer mehr als 450 Unterschriften gegen den Kunstrasenplatz. „Wir haben gemerkt, dass sich auch viele andere Natternbacher Bürger Gedanken über das Projekt machen“, erzählt Lucia Wagner.

Kritik an Kunstrasen

Die Frauen kritiseren, dass sich der Kunstrasen aufgrund von Mikroplastik negativ auf die Umwelt auswirken könnte, sehen ihren Privatssphäre gefährdet und befürchten ein hohe Lärmbelästigung, da der Platz zwischen Jänner und März auch von auswärtigen Mannschaften zum Trainieren genutzt wird. Die Frauen, die derweilen noch weitere Unterstützer gegen das Projekt fanden, werden die Unterschriften unter anderem an die Oberösterreichische Landesregierung schicken. „Wir wollen zeigen, dass man sich wehren kann, wir wollen ganz klar einen normalen Trainingsplatz“, so Helga Klaffenböck. Bei Bürgermeister Josef Ruschak (ÖVP) seien bis Redaktionsschluss laut eigenen Angaben keine Unterschriften eingegangen. Sollten diese noch bei der Gemeinde eintreffen, wird entschieden, ob die Thematik in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen behandelt wird. Zur allgemeinen Debatte rund um den Platz meint der Ortschef: „Es ist höchste Zeit, dass wir zur Sachlichkeit zurückkehren und die Emotionen rauslassen.“

„Auch an Jugend denken“

Ruschak erklärt die Gedanken hinter dem Kunstrasenprojekt: „Fakt ist, dass die Sportler auf einem normalen Platz im Winter nicht trainieren können. Für den sportlichen Bereich ist das die einzige Möglichkeit, die wir haben.“ Zum Thema Umwelt meint Ruschak: „Wenn es so ist, müsste man sich auch überlegen, was man mit dem Abrieb der Autoreifen oder von Gummisohlen macht.“ „Wir müssen auch ein bisschen an unsere Jugend denken, denn was passiert, wenn ich in der Gemeinde nichts mehr vorfinde, wo ich mich sportlich betätigen kann?“, gibt der Bürgermeister zu Bedenken.


Mehr zum Thema

Leserbriefe zum Kunstrasenplatz in Natternbach
Artikel

Leserbriefe zum Kunstrasenplatz in Natternbach

Thema: Kunstrasenplatz in Natternbach

Leserbrief: Wie der Natternbacher Kunstrasenplatz zur Glaubensfrage wird
Artikel

Leserbrief: Wie der Natternbacher Kunstrasenplatz zur Glaubensfrage wird

Leserbrief von den Grünen Natternbach


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Naturfreunde Grieskirchen laden zum traditionellen Schibasar ein

Naturfreunde Grieskirchen laden zum traditionellen Schibasar ein

GRIESKIRCHEN. Die Naturfreunde Grieskirchen veranstalten auch heuer wieder ihren traditionellen Schibasar im Pfarrheim. Die Warenannahme findet ...

Tips - total regionalHelmuth Wimmer
Sängerin ams präsentiert Debütalbum im Spielraum Gaspoltshofen

Sängerin ams präsentiert Debütalbum im Spielraum Gaspoltshofen

GASPOLSTHOFEN. Mit ihrem Debütalbum „gemeinsam“ kommt die österreichische Singer-Songwriterin ams, alias Anna-Maria Schnabl, am Freitag, ...

Tips - total regionalHelmuth Wimmer
Gewässernetzwerk Mostlandl Hausruck schafft 26 Rastplätze

Gewässernetzwerk Mostlandl Hausruck schafft 26 Rastplätze

MOSTLANDL HAUSRUCK. Das Gewässernetzwerk Mostlandl Hausruck verbindet Naturerlebnis mit Wissensvermittlung. In zwölf Gemeinden entstehen insgesamt ...

Tips - total regionalHelmuth Wimmer
Heiligenbergerin schreibt Buch über Umgang mit Trauer

Heiligenbergerin schreibt Buch über Umgang mit Trauer

HEILIGENBERG. HEILIGENBERG. Margit Sandberger aus Heiligenberg hat ein Buch über den Umgang mit Trauer geschrieben. In „Der Trauer begegnen“ ...

Tips - total regionalHelmuth Wimmer
Weinkost im Pfarrheim Pötting

Weinkost im Pfarrheim Pötting

PÖTTING. Die Arbeitsgemeinschaft für Sport und Körperkultur in Österreich (Askö) Pötting lädt am Sonntag, 25. Oktober, ab 18 Uhr zur Weinkost ...

Tips - total regionalPichler Elisa
Energiegemeinschaft Stromlandl aus Haag am Hausruck zählt 250 Mitglieder

Energiegemeinschaft Stromlandl aus Haag am Hausruck zählt 250 Mitglieder

HAAG AM HAUSRUCK. Regional erzeugten Strom gemeinsam nutzen und dabei Kosten sparen: Dieses Konzept überzeugt immer mehr Menschen in der Region. ...

Tips - total regionalHelmuth Wimmer
Weitere Beiträge