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PEUERBACH.  Yousef Abdullah floh 2016 aus Syrien. Jetzt eröffnete er Peuerbachs ersten Barber Shop. Der 20-jährige, der vor vier Jahren nach Österreich floh, besitzt damit den ersten Herrenfriseur in der Sternenstadt. 

Yousef Abdullah, Bürgermeister Wolfgang Oberlehner und Vater Iffam Abdullah am Eröffnungstag im neuen Shop Foto: Katharina Mantler

Familie Abdullah wurde 2016 in einem Flüchtlingsheim in Andorf einquartiert. Yousefs Eltern und seine drei Geschwister waren vor dem Krieg in Syrien nach Österreich geflohen. die drei ältesten Schwestern konnten die Reise nicht mit antreten und blieben in Syrien. Eine von Abullahs Schwestern studiert in Österreich, die anderen beiden besuchen noch die Schule. Nach dem positiven Erhalt ihres Asylbescheids zog die Familie in eine Wohnung in Andorf. Yousefs Vater Iffam besaß seinen eigenen Barbershop in Syrien, wo auch der junge Mann das Friseurhandwerk erlernte. In Österreich arbeitete der Jungunternehmer in den vergangenen Jahren für zwei Friseure in Vöcklabruck und Ried, bevor er sich für den Sprung in die Selbstständigkeit entschied. Sein Vater unterstützte ihn auf der Suche nach einem Geschäftslokal, er ist selbst bei einem Friseuer in Andorf eingestellt. Die Familie sparrte für die Ersteinrichtung. Schließlich wurde am Peuerbacher Kirchenplatz der richtige Ort für das neugegründete Unternehmen gefunden. Traditionell sind in Syrien Barbershops für Männer weiterverbreitet als für Frauen. In diesen werden nicht nur Haarschnitte angeboten, sondern auch Rasur und Bartpflege.

Hoher Besuch

Am Eröffnungstag kündigte sich Bürgermeister Wolfgang Oberlehner (ÖVP) zum Besuch im Saloon an und ließ sich als erster Kunde selbst die Haare schneiden. Gemeinsam mit den anwesenden Besuchern zeigte er sich begeistert von dem neugegründeten Geschäft und froh, die Peuerbacher Innenstadt weiter zu beleben. „So etwas hatten wir noch nie“, war der Tenor der Besucher. Abdullah arbeitet in seinem Studio ohne Termin und von Montag bis Samstag, um herauszufinden, welche Tage für seine Kunden am wichtigsten sind.


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