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ST. AGATHA. Als Vorzeigebeispiel für die Stärkung von Ortskernen wird die Gemeinde betrachtet. Mitten im Zentrum wurde der Nah&Frisch-Markt ausgebaut. Zusätzlich werden Wohnungen sowie Flächen für Unternehmen geschaffen. 

Bei der Vorstellung des Projekts für die Ortskerngestaltung: Wirtschaftskammer-Präsidentin Doris Hummer, Geschäftsleiter Wolfgang Benischko, Günther Baschinger, Bürgermeister Manfred Mühlböck, Vizebürgermeister Hermann Stockinger und Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner. Foto: LangS

Durch die Erweiterung des Nah&Frisch-Lebensmittelmarktes in Leerstands-Flächen der ehemaligen Schlecker-Filiale wurde der Markt von 420 auf knapp 580 Quadratmeter ausgebaut. Außerdem werden Gebäudeteile aufgestockt sowie bestehende Wohnungen erweitert. Neben dem Supermarkt sind eine Bankfiliale, eine Bäckerei, ein Friseursalon, eine Pizzeria und ein Planungsbüro in dem Gebäude eingemietet.

Herz, Hirn und Hausverstand

„Der Lebensmittelhandel und die Nahversorgung genießen aktuell einen besonders hohen Stellenwert. Gerade auch in der Zeit des Lockdowns hat sich wieder einmal gezeigt, dass wir uns in Oberösterreich in Sachen Versorgung auf den regionalen Lebensmittelhandel verlassen können. Mit diesem heute eröffneten Projekt beweisen Wolfgang Benischko und Günther Baschinger außerdem Weitblick und Verantwortung gegenüber kommender Generationen. Ich gratuliere ganz herzlich zu diesem Vorzeigeprojekt, dass mit Herz, Hirn und Hausverstand umgesetzt wurde und ein Musterbeispiel für eine bodensparende und nachhaltige Entwicklung ist“, so Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner, der hofft, dass man in Oberösterreich vor dem Hintergrund vorsichtig zu sein „wieder in Schwung kommt“. Zudem freut sich Achleitner, dass das Projekt in St. Agatha bereits richtig gebaut wurde, bevor die Raumordnungsnovelle auf Landesebene beschlossen wurde. Diese sieht vor, Ortskerne zu stärken und den Bau auf der „grünen Wiese“ zurückzuschrauben.

Nahversorgung wichtig

Für Wolfgang Benischko ist es der zweite Umbau seit er das Geschäft 2004 übernahm. Er betreibt den Markt mit Leib und Seele und betont wie wichtig Nahversorgung für die Bevölkerung ist. Bereits 54 Gemeinden in Oberösterreich müssten ohne Markt im Ort auskommen.

Synergien nutzen

Bürgermeister Manfred Mühlböck (ÖVP) spricht von einem „weiteren Kapitel in der Erfolgsgeschichte der Nahversorgung in St. Agatha“. „Wir bringen alles unter einen Hut und werden die Synergien nutzen. Wir haben hier ein Vorzeigeprojekt für Oberösterreich“, so der Ortschef.

Daten und Fakten zum Bauprojekt:

Derzeit befinden sich mit dem Nah und Frisch-Markt, der Sparkasse, einem Café, einer Pizzeria und einem Friseur fünf Geschäfte im Gebäude im Ortskern sowie ein Planungsbüro und zehn Wohnungen.

2021/22 soll das Nahversorgerzentrum um zehn zusätzliche Wohnungen, einem Co-Working Space, einer Parkgarage und einer Elektro-Ladestation erweitert werden.


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