Corona: Versorgung im Klinikum Grieskirchen gesichert
GRIESKIRCHEN. Die Bezirke Grieskirchen und Eferding haben sich zu Corona-Krisenherden entwickelt. Das wirkt sich auch auf die Arbeit im Klinikum Grieskirchen aus - eine Bilanz.

Die Bezirke Grieskirchen und Eferding sind zu den Corona-Hotspots Oberösterreichs geworden. Im Bezirk Eferding gab es mit Stand Montag, 2. November 345 aktuelle Corona-Fälle. Da ist mehr als ein Prozent der Gesamtbevölkerung im Bezirk. In Grieskirchen waren es 536 Fälle (0,8 Prozent). Auch im Klinikum Wels-Grieskirchen wird eine rasant steigende Anzahl an Covid-19-positiven Patienten und Verdachtsfällen verzeichnet. Um die Patienten adäquat zu versorgen werden die Infektionsstationen zur Betreuung von Covid-19-Patienten nach einem Stufenplan erweitert. So stehen in den nächsten Tagen insgesamt 155 Betten zur Verfügung, davon 105 in Wels und 50 in Grieskirchen.
Schrittweise Erweiterung
Darüber hinaus können die COVID-Intensivkontingente entsprechend einem Stufenplan schrittweise erweitert werden. „Insgesamt haben wir 25 Intensivbetten im Klinikum, die bei Bedarf erweiterbar wären. Die Anzahl jener Patienten, die intensivmedizinisch zu betreuen sind, ist derzeit auf stabilem Niveau, wir rechnen jedoch in den nächsten Wochen mit einer deutlichen Zunahme. Im Hinblick auf die erforderlichen Personalressourcen müssen wir Stationen teilweise schließen und unsere planbaren Leistungen deutlich reduzieren. Dieser Schritt ist notwendig, um die Versorgung von Covid-Patienten und anderen Akutfällen zu jeder Zeit sicherzustellen“, sagt Dietbert Timmerer, Geschäftsführer Klinikum Wels-Grieskirchen.
Akut-Behandlung zu jeder Zeit gesichert
Diese Akut-Versorgung sei laut Timmerer zu jeder Zeit gesichert. Notfälle werden sofort behandelt. Alle Sicherheitsmaßnahmen und Anpassungen der planbaren Leistungen zielen in erster Linie darauf ab, die Versorgung von Akutpatienten und Covid-19-Patienten sicherzustellen. Menschen mit akuten Beschwerden sollen keine Angst davor haben, auch während der Coronapandemie die Notfallambulanz aufzusuchen.
Schwierige Arbeitsbedingungen
Die Arbeitssituation für die Mitarbeiter im Krankenhaus sei laut Betriebsrätin Brigitte Huber-Reiter richtig schwierig geworden. Es gäbe keinen Bereich mehr in denen nicht Mitarbeiter fehlen würden - sei es, weil sie in Quarantäne sind oder selbst positiv getestet wurden. „Unter der Belegschaft herrscht eine große Solidarität, man hilft sich gegenseitig aus. Ohne diesem Zusammenhalt wäre es wirklich schlimm, das ist der Lichtblick bei uns“, sagt die Betriebsrätin.<


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