Festorganisatoren: „Wir hängen in der Luft“

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Fix stattfinden soll das Hoamspü Open Air in St. Marienkirchen. (Foto: ASV St. Marienkirchen)
Lisa Hackl Lisa Hackl, Tips Redaktion, 15.06.2021 17:03 Uhr

GRIESKIRCHEN/ EFERDING. Im Vorjahr mussten die meisten Sommerfeste von Vereinen und Gemeinden abgesagt werden. Mit den Öffnungsschritten ab Juli startet auch die Planung für die Sommerfestsaison.

Zu den ersten mutigen Organisatoren zählt der Allgemeine Sportverein (ASV) St. Marienkirchen, der das vom Vorjahr verschobene Hoamspü Open Air in der Mostgemeinde am 10. Juli nachholen will. Das Präventionskonzept ist bereits ausgearbeitet, erklärt der Chef vom Organisationsteam, Stefan Baumgartner. „Am Eingang werden die Besucher auf die Einhaltung der 3G-Regel (geimpft, getestet, genesen) überprüft, mehrere Eingangsschleusen sorgen für Ordnung“, erklärt Baumgartner. Im Anschluss werden die Menschen zu ihren reservierten Tischen begleitet, die Besucher hören das Konzert im Sitzen, aber, so Baumgartner: „Es gibt eine Freifläche und dort darf auch getanzt werden.“ Die Ticketnachfrage sei unglaublich, die Menschen sind hungrig nach Feiern und Gemeinschaft. Eine Absage des Konzerts kann sich Baumgartner nicht mehr vorstellen.

Viele trauen sich nicht

Die Veranstalter des Sommerfests in Stillfüssing wollen das Jahr 2021 noch abwarten. Bereits im Februar wurde laut Pressereferent der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Stillfüssing Bernhard Scharinger entschieden, keine Veranstaltung auszurichten. Abstandregeln und Kapazitätsgrenzen würden die Situation erschweren, erklärt er. Nicht stattfinden wird auch das traditionelle Öd on Fire Fest der FF Öd in Bergen, das im Juni stattgefunden hätte. Zurückhaltend reagiert auch die FF Tolleterau bei den Planungen zum Tolleter Zeltfest. „Mit den aktuellen Corona-Lockerungen ist an keine Veranstaltung in dieser Größenordnung zu denken“, erklärt Kommandant Thomas Wieser.

Vorsichtiger Optimismus

Anfang Juli würde auch das Fest der FF Mayrhof Reith „Der Berg ruft“ in Stroheim stattfinden. Kommandant Andreas Hofer kann noch keine fixen Zusagen aussprechen. „Wir hängen derzeit noch in der Luft“, erklärt er. Weder seitens der Gemeinde noch durch die Bezirkshauptmannschaft können bislang konkrete Aussagen zur Veranstaltungsbewilligung getroffen werden, erklärt Hofer. Derzeit wird geplant, die Option auf eine Absage sei aber noch offen, so der Kommandant.

Großes Fragezeichen

Zuwarten und beobachten will auch Stefan Kaltseis vom Organisatorenteam des Eschenauer Zeltfestes. Geplant ist das Fest für Ende August, bis dahin will man schauen, wie andere Veranstalter die Organisation handhaben. „Es bleibt das große Fragezeichen, in welcher Dimension das Fest stattfinden kann“, so Kaltseis. Ein normaler Barbetrieb und Bewegungsfreiheit des Publikums sind für ihn Grundvoraussetzung. „Sonst ist das kein Zeltfest und man kann es auch gleich lassen“, erklärt er. Ähnlich sieht dies auch Josef Heftberger von der FF Hörbach in Gaspoltshofen. Das Sommerfest in der Festhalle der Familie Heftberger ist für Samstag, 24. Juli und Sonntag, 25. Juli geplant. „Wir warten noch ab auf die Vorschriften, die ab dem 1. Juli gelten“, erklärt Heftberger. Sonst sei bereits alles vorbereitet, man warte nur noch darauf, den Startknopf zu drücken. Eine Absage steht auch für Heftberger nach wie vor im Raum. „Wenn die Auflagen zu hoch sind, sagen wir die Veranstaltung ab“, bestätigt er. Ähnlich ist die Situation für den Kommandanten der FF Weibern, Georg Stockinger. Das 51. Hallenfest ist zwischen 13. und 15. August geplant, Bands sind bereits bestätigt, eine Absage ist dennoch immer noch möglich. „Von der Bezirkshauptmannschaft wurden wir bis Juli vertröstet“, erklärt Stockinger. Er hofft auf wenig Auflagen, die 3G-Kontrolle am Eingang sei ohne Zweifel möglich, Mindestabstände hält er für schwierig einzuhalten.

Schnell schlagkräftig sein

Spontanität ist auch von der FF Obererleinsbach gefragt, sie plant ihr Zeltfest von 15. bis 17. Juli. „Falls offen ist, wollen wir schnell schlagkräftig sein“, erklärt Kommandant Erwin Fellinger. Die Anzahl der Besucher, Sperrstunde und allgemeine Corona-Regeln werden ausschlaggebend für die Durchführung der Veranstaltung sein. Zwei bis drei Wochen Vorlaufzeit benötigt die Feuerwehr für die Organisation, auch Fellinger beklagt sich über mangelnde Informationen: „Es gibt keine Rechtsgrundlage und keine neue Verordnung – wir hängen voll in der Luft.“

Kommentare

  1. Franz
    Franz15.07.2021 06:48 Uhr

    Abendgestronomie unterstützen - Meiner Meinung nach hätten die Vereinsfeste heuer nicht stattfinden sollen sondern den Diskotheken die Möglichkeit gegeben werden im Sommer offen zu lassen um sich vom Lockdown zu erholen. Es ist ohnehin nicht in Ordnung, das es soviele Zeltfeste gibt und die Abendgestronomie muss im Sommer zusperren. Bin aber kein betroffener Gastronom

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