„Wetterhans“ Gessl möchte Vogelscheuchen zurück in die Gemüsegärten bringen
GRIESKIRCHEN. Vor 34 Jahren fand sich Hans Gessl im Oktober 1987 als Kandidat bei Talkmaster Alfred Biolek in der Kölner Show „Mensch Meier“ wieder. Mit ihm 50 Vogelscheuchen, die damals im Werkunterricht der St. Georgener Schulen gebaut wurden.

„Vieles an Volkskultur geht heutzutage völlig verloren“, sagt der Wetterexperte. Als „Wetterhans“ ist Gessl eine Hausruckviertler Institution. Seit mehr als 20 Jahren deutet er die Zeichen der Natur. Die Vogelscheuchen sind sein aktuelles Herzensthema. „Schon vor Tausenden Jahren hat man festgestellt, dass man sich mit einem untypischen Auftreten den Respekt der Vögel verschaffen kann“, erzählt Gessl über die kreativen Schreckgestalten, die seit jeher Krähen verscheuchen. „Man baute sich sozusagen seinen eigenen Zwilling und stellte ihn dann nach draußen, um die Pflanzen und deren Früchte zu schützen. Letztlich hat man mit kaputten Spiegeln und scheppernden Topfdeckeln aus der Not eine Tugend gemacht.“
Wetterbote Vogelscheuche
Dass das kreative Brauchtum aber auch ein guter Wetterbote sein kann, ist mit den digitalen Handyapp-Vorhersagen in Vergessenheit geraten. „Wenn de Vogelscheich tentiert, des Weda boid ondas wird“, zitiert der Grieskirchner eine alte Bauernregel. Wenn man also das Scheppern der Garteninstallation hört und sieht wie sich die Sonne in den Elementen spiegelt, gibt es binnen 24 Stunden einen Wetterumschwung. Dieses Wissen will Gessl wieder präsenter machen und bittet die Tips-Leser um Mithilfe.
Mitmachen und gewinnen
Jeder, der eine Vogelscheuche zu Hause hat, kann diese fotografieren und bis 31. Oktober an t.auer@tips.at senden. Die drei originellsten Vogelscheuchen werden vom Wetterexperten, gemeinsam mit ihren Erschaffern, zum Wetterspaziergang eingeladen und in der Tips veröffentlicht.


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