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GEBOLTSKIRCHEN. Weltenbummler Helmut Higl veröffentlicht sein drittes Buch. Im Gespräch mit Tips erzählt der gebürtige Geboltskirchner über sein Lieblingsland und welcher Grenzübergang ihn an seine persönlichen Grenzen brachte. 

Es war Helmut Higls zweite Afrikareise. (Foto: Privat)
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Noch vor Beginn der Corona-Pandemie war Higl zehn Monate lang in Afrika unterwegs, in 32 Geschichten lässt er seine Reise Revue passieren. Etwa 20 Grenzen hat Higl überquert, manche waren leichter, andere schwerer als gedacht. Manchmal reichte es einen Freund dabei zu haben, der aus dem Land stammte, an anderen Punkten musste Higl Geduld zeigen und beharrlich sein, um ohne Schmiergeld in ein Land einreisen zu dürfen. „Am schwierigsten war die Grenze von Guinea nach Sierra Leone“, erzählt der Reisende. Es ist Higls zweite große Afrika-Reise, die erste verarbeitete er bereits 2007 in seinem ersten Buch „Hakuna Matata – 13 Gesichter Afrikas“. Sein zweites Buchprojekt entstand nach seiner Reise durch Süd- und Südostasien und trägt den Titel „Unglaubliche Orte“. Afrika fasziniert den Geboltskirchner bereits seit Jahren. „Es ist das Land, in dem das Leben sich am deutlichsten vom Alltag in Österreich unterscheidet“, erklärt er.

Reiseroute

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln und mit einem Ein-Gang-Fahrrad war Higl unterwegs, seine Reise führte ihn vom Senegal bis Benin und von dort nach Südafrika, wo er mit einem Fahrrad mehrere tausend Kilometer durch die Wüste zurücklegte und schließlich in Kenia ankam.

Lieblingsland Ghana

Am wohlsten fühlt er sich in Westafrika, vor allem Ghana hat es ihm angetan. „Wenn ich in Ghana ankomme, fühlt es sich an, als würde ich nach Hause kommen“, erklärt er seine Seelenverwandtschaft mit dem Land. Seit seiner ersten Reise durch Australien ist der 48-Jährige vom Reisefieber gepackt. Als Softwaretester lässt er sich immer wieder nieder und arbeitet für eine Weile, bevor er zum nächsten großen Abenteuer aufbricht. Gute 100 Länder hat Higl bereits gesehen, in alle Staaten der Welt muss er aber nicht reisen. „Wenn ich merke, dass es zu schwierig ist, in ein Land einzureisen, oder ich vor Ort mir nichts alleine anschauen kann, verliere ich die Lust darauf“, erklärt der Reisende. Alle Regionen der Welt will er dennoch einmal gesehen haben.

Budget

1.000 Euro pro Monat brauchte Higl für seine Reise, Visakosten und Flüge sind dabei bereits miteingerechnet. Am Ende seiner Afrikareise merkte Higl, dass die Zeit gekommen war. „Ein Weiterreisen in andere Länder wäre schwierig geworden“, erklärt er, also habe er sich wieder auf den Heimweg gemacht.

Tipps für Reisende

„Man sollte sich auf die Reise einlassen, ein grober Plan reicht, wichtig ist auch sich treiben zu lassen“, gibt der Geboltskirchner seine wichtigsten Tipps preis. Heimweh verspürt er selten. „Ich bin auch nicht verheiratet und habe keine Kinder, die mich wieder stärker nach Hause ziehen“, meint Higl. Fast immer ist er alleine unterwegs und genießt diese Freiheit. „Ich muss keine Kompromisse bei der Routenwahl eingehen und jedes Problem, das auftritt, ist mein Problem“, erklärt er.


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