Buch soll Erinnerungen bewahren
KEMATEN/ST. AGATHA. Die Biografien von Franz Humer aus Kematen, Johann Steinbock aus St. Agatha und sieben weiteren Personen werden in das Gedächtnisbuch Oberösterreich aufgenommen.

Das Gedächtnisbuch Oberösterreich ist eine Sammlung von Biografien von Personen, die im Nationalsozialismus aus den verschiedensten Gründen verfolgt wurden oder durch Widerstand gegen das Nationalsozialismus-Regime ihr Leben in Gefahr brachten. Das Buch ist im Linzer Mariendom und im Schlossmuseum Linz öffentlich zugänglich und wird jährlich mit neuen Biografien erweitert. In diesem Jahr sind darunter Franz Humer und Johann Steinbock. Humer kehrte traumatisiert aus dem Ersten Weltkrieg heim und wurde Jahre später in die „Landesirrenanstalt Niedernhart“ eingewiesen. 1940 wurde er im Zuge der Nationalsozialismus-Euthanasie im Schloss Hartheim ermordet. Steinbock war in Ried im Innkreis und Steyr als Priester tätig, bevor er wegen nationalsozialismusfeindlicher Haltung inhaftiert und ins Konzentrationslager Dachau verschleppt wurde. Das Franz und Franziska Jägerstätter Institut organisiert die Präsentation der Neuzugänge im Gedächtnisbuch.


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