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AISTERSHEIM. Johann Stockinger steht seit der vergangenen Wahl als Bürgermeister der Gemeinde Aistersheim vor. Im Tips-Interview zieht der ÖVP-Politiker Bilanz, wagt Ausblicke und erklärt, was seinen Ort so besonders macht.

  1 / 2   Aistersheim präsentiert sich als typische Wohngemeinde im Hausruckviertel. (Foto: Gemeinde Aistersheim)

Tips: Sie sind seit Herbst 2021 Bürgermeister der Gemeinde Aistersheim, welche Bilanz ziehen Sie über diese Zeit?

Johann Stockinger: Jeden Tag lernt man etwas Neues dazu und es ist eine extreme Herausforderung, die sehr interessant ist. Wenn man sich in der Letztverantwortung für die Kommunalpolitik befindet, ist es noch mal was anderes. Man trifft Entscheidungen und auch wenn sie oft klein sind, sind sie wichtig für die Zukunft.

Tips:Welche Projekte bewegen Aistersheim aktuell?

Stockinger:Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Kindergarten-Neubau, der Schulsanierung und dem Tennisheim-Neubau. Hier sprechen wir von einem Investitionsvolumen von vier Millionen Euro. Ich hoffe, dass wir im Frühjahr starten können. Große Freude macht mir auch, dass wir eine Krabbelstube installiert haben. Mit dem Neubau des Kindergartens können wir dann die Gesamtpalette in der Kinderbetreuung anbieten. Wir sind eine typische Wohngemeinde, da sind genau diese Maßnahmen wichtig. Beim Wasserversorgungsbau befinden wir uns auch in der letzten Etappe. Geplant sind zudem ein Projekt mit 40 bis 45 Eigentums- und Mietkaufwohnungen sowie ein zusätzliches größeres Projekt mit 30 Mietwohnungen. Wir sind auch dabei, Baugründe zur Verfügung zu stellen.

Tips:Wollten Sie schon immer Bürgermeister werden?

Stockinger:(lacht) Ich war drei Perioden im Gemeinderat aktiv, hatte mich dann aber zurückgezogen. Als dann der ehemalige Bürgermeister nicht mehr für die Wahl zur Verfügung stand, ist die Neugier in mir zurückgekommen und ich bin angetreten. Ich wollte einfach mitgestalten, denn entweder man arbeitet aktiv mit oder muss alles zur Kenntnis nehmen.

Tips:Was macht Ihnen an Ihrem Beruf Spaß?

Stockinger: Ich bin wirklich gerne unter Leuten und oft sind es wider Erwarten die kleinen Dinge, wo man so viel zurückbekommt. Wenn man sich zum Beispiel Zeit für die Menschen nimmt. Freude macht mir auch, wenn Projekte umgesetzt werden können.

Tips: Was macht Aistersheim aus?

Stockinger: Ich bin da geboren, aufgewachsen. Es ist die gesellschaftliche und kulturelle Heimat für mich. In Aistersheim gibt es die Offenheit für Menschen. Auch neu Zugezogene, die sich integrieren wollen, haben es einfach. Leider haben wir aber ein Nahversorgerproblem. Die dörfliche Struktur reißt uns ein Loch. Das beschäftigt mich sehr. Es fehlen ein Wirt und ein Nahversorger im Ortszentrum.


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