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Neue Pumptrack-Anlage in Grieskirchen ist Startschuss für eine ganze Offensive des Landes

Gertrude Paltinger, BSc, 17.09.2024 15:15

GRIESKIRCHEN. Die Bauarbeiten für die neue Pumptrack-Anlage nahe dem Tennisheim im Sportzentrum Grieskirchen haben bereits begonnen. Läuft alles nach Plan wird man Ende Oktober die ersten Runden auf der „Rad-Wellenbahn“ ziehen können. Die Anlage ist Teil eines Masterplanes des Landes für Pumptrack-Anlagen.

  1 / 3   Vertreter der Politik, Sponsoren und Vertreter des Radclubs Grieskirchen haben offiziell den ersten Spaten für die neue Pumptrack-Anlage in Grieskirchen gestochen. (Foto: GePaltinger)

Pumptracks sind derzeit bei Kindern und Jugendlichen aber auch bei Erwachsenen sehr beliebt. Bei dieser Sportart bewegt man sich mit den Rad möglichst ohne zu treten fort. Alleine durch Pumpbewegungen des Körpers wird Geschwindigkeit aufgebaut und man kann über die Wellenbahn kurven.

In mehreren Gemeinden und in unterschiedlichen Größen wurden in den letzten Jahren solche Pumptrack-Anlagen bereits errichtet. Im Bezirk Grieskirchen gibt es noch keine derartige Anlage. Die Nachfrage danach ist aber weiterhin groß.

Mit einem neuen Masterplan will man nun Struktur in die Errichtung solcher Anlagen bringen. Im Rahmen dieses Masterplanes werden nun die ersten beiden Pumptrack-Anlagen gebaut, die allererste in Grieskirchen, nahe dem Tennisheim im Sportzentrum. Die zweite Anlage kommt an der Esplanade in Gmunden.

Entsprechen künftige Anlagen dieser Strategie, trägt das Land Oberösterreich 50 Prozent der Baukosten. Jedes Jahr sollen ein bis zwei größere Pumptrack-Anlagen in Oberösterreich dazukommen, die gemäß diesem Masterplan mitfinanziert werden, erklärt Sport-Landesrat Markus Achleitner. 

Die Pumptrack-Anlage in Grieskirchen

Die neue Pumptrack-Anlage in Grieskirchen entsteht nahe dem Tennisheim. Das 1.300 Quadratmeter große Grundstück hat die Sparkasse kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen, Ende Oktober soll die Anlage schon fertig sein. Damit das gelingt, wird das erfahrene Errichtungsunternehmen Alliance besonders intensiv daran arbeiten. Kosten wird die Anlage rund 220.000 Euro. 50 Prozent übernimmt das Land. Vom Radclub Grieskirchen kommen rund 50.000 Euro. Der Rest wird von der Stadt Grieskirchen und mehreren Sponsoren aus der Grieskirchner Wirtschaft finanziert.

Die Anlage wird sowohl für Anfänger und Kinder als auch für Könner und Racer nutzbar sein, es gibt unterschiedlich hohe Wellen und Schwierigkeitsstufen. Rund 100 Meter Bahnlänge werden errichtet. Auch österreichweite Bewerbe wird man auf der Anlage austragen können, berichtet der Obmann des Radclubs Grieskirchen, Wolfgang Breitwieser.

Sitzgelegenheiten und eine Beschattung werden ebenso montiert. „Derzeit sind in unserem rund 250 Mitglieder zählenden Verein rund 40 Jugendliche aktiv. Mit dem Pumptrack können wir bestimmt viele weitere für den Einstig in den Radsport begeistern“, fügt der Obmann hinzu. Denn gerade weil das Pumptrack-Fahren so großen Spaß mache, sei es so beliebt. Und auch aus sportlicher und fachlicher Sicht macht die Pumptrack-Anlage Sinn. Kindern werden früh an den spaßigen Sport herangeführt.

Vom Experten erstellt

Erstellt hat den Masterplan Rüdiger Jahnel, Sportwissenschafter am Olympiazentrum Salzburg-Rif, ehemaliger Mountainbiker und selbst begeisterter Pumptrack-Fahrer. „Die Schaffung neuer Pumptrack-Anlagen ist ein wichtiger Teil der Bewegungsförderung, die viele positive gesundheitliche, soziale und motorische Aspekte mit sich bringt. Um ein entsprechendes Angebot für ein breites Publikum - vom Einsteiger bis zum Racer, vom Scooter-Fahrer bis zum Mountainbiker - zu schaffen, braucht es Lenkungsmaßnahmen“, erklärt der Masterplan-Autor. Es sei nun eine Entscheidungshilfe geschaffen worden, um den Bau der Anlagen bestmöglich zu fördern.

Der Masterplan für Pumptrack-Anlagen enthält Beurteilungskriterien und Förderrichtlinien. Betrachtet werden der derzeitige Bestand von Pumptracks, die Errichtungs- und Erhaltungskosten, die Varianten der Anlagen, die Möglichkeiten der Nutzung für unterschiedliche Altersgruppen und auch die Umweltverträglichkeit. Förderkriterien für künftige Anlagen werden zum Beispiel auch die schon vorhandene Infrastruktur (etwa durch eine Einbettung in eine bestehende Sport- oder Freizeitanlage) oder die Betreuung durch einen lokalen Verein.

Drei Kategorien

Künftig werden Pumptrack-Anlagen in drei Kategorien errichtet: Kleinere Analgen (Kategorie 3) deren Zulauf vorwiegend aus der unmittelbaren Umgebung erfolgt und in dicht besiedelten Gebieten liegen.

Anlagen mit regionaler und überregionaler Bedeutung (Kategorie 2) sollen in den Vierteln von Oberösterreich beziehungsweise im Zentralraum liegen und sind auch schon etwas größere Anlagen. Fünf bis sechs solcher Anlagen soll es im Land geben.

Pumptrack-Analgen von nationaler Bedeutung (Kategorie) wird es ein bis zwei in Oberösterreich geben. Diese sollen auch als Austragungsort für Meisterschaften dienen.


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