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Tote Krähen bei Siloballen: Aufregung in Gaspoltshofen

Helmuth Wimmer, 27.01.2026 16:42

GASPOLTSHOFEN. Für Aufregung sorgen tote Krähen in Gaspoltshofen. Spaziergänger entdeckten mehrere auf Pfählen aufgehängte Kadaver in der Nähe von Siloballen und meldeten den Fall bei der Bezirkshauptmannschaft Grieskirchen-Eferding. „Uns blutet das Herz, wenn wir so etwas sehen“, sagt einer der Spaziergänger.

Tote Krähen zur Abschreckung (Foto: privat)
Tote Krähen zur Abschreckung (Foto: privat)

„Das Thema tote Krähen zur Vergrämung der lebenden Artgenossen wird jedes Jahr wieder aktuell. Diese Praxis wird seit mehreren Jahrzehnten von Landwirten praktiziert, nicht nur bei Siloballen, auch bei diversen Obstbäumen wie Kirschen“, erklärt Bezirksjägermeister Adolf Haberfellner aus Grieskirchen: „Bei Siloballen fallen ganze Schwärme von Krähen und Dohlen über die im Freien gelagerten Ballen her und verursachen durch die Beschädigung der Folie enorme Qualitätsverluste beim verpackten Futter für die Rinderhaltung.“ Von der Jägerschaft werden nach Haberfellners Wissensstand keine erlegten Krähen an Landwirte abgegeben.

„In Gaspoltshofen handelt es sich um einen Landwirt und Lohnunternehmer, der damit seinen Futtervorrat und seine Ernte schützen möchte. Diese Person hat auch täuschend echt aussehende Individuen aus beflocktem Kunststoff aufgehängt“, erklärt Haberfellner.

Kadaver müssen entfernt werden

Die Bezirkshauptmannschaft hat mit dem betroffenen Landwirt Kontakt aufgenommen und ihn aufgefordert, die toten Tiere zu entfernen. Krähen zu schießen ist Jägern nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen erlaubt. Der betroffene Landwirt ist kein Jäger.

„Die Verwendung toter Tiere ist naturschutzrechtlich nicht zulässig“, erklärt Stefan Göttfert, der zuständige Abteilungsleiter der Bezirkshauptmannschaft. Woher die Kadaver stammen, dafür gebe es keine Anhaltspunkte. Die Entfernung der Tiere wird von der Bezirkshauptmannschaft kontrolliert, ebenso, dass dies künftig nicht mehr passiert.


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