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"Raus aus der Nebenzone" zu Gast bei Pötttinger in Grieskirchen

Helmuth Wimmer, 13.02.2026 09:55

GRIESKIRCHEN. Mit dem Thema „Landwirtschaft und Ernährungssicherheit“ startete die Veranstaltungsreihe „Raus aus der Nebelzone – Wissenschaft bringt Orientierung“ in das zweite Jahr. Wissenschaftler der Universität für Bodenkultur und der Fachhochschule referierten beim Landtechnikunternehmen Pöttinger.

Landtagspräsident Max Hiegelsberger (2. v. l.) konnte hochkarätige Vortragende begrüßen (Foto: Land OÖ/Andreas Krenn,)

„Ernährung ist ein kulturell und emotional stark aufgeladenes Thema. Gleichzeitig basiert die bei uns selbstverständlich erscheinende Nahrungsmittelsicherheit auf vielen Jahrhunderten von Forschung in den Bereichen Züchtung, Pflanzeninhaltsstoffen und Pflanzenschutz“, sagt Landtagspräsident Max Hiegelsberger von der ÖVP, der die Reihe ins Leben gerufen hat: „Die Vorträge beim Unternehmen Pöttinger haben klar aufgezeigt, dass es einen nüchternen, faktenorientierten Blick auf diese Themen braucht, um auf Ängste und Sorgen in der Bevölkerung einzugehen.“ Demokratie und die Anerkennung der Wissenschaft stehen für Hiegelsberger in direktem Zusammenhang. „Wie schnell diese Pfeiler unserer demokratischen Verfasstheit ins Rutschen geraten, sehen wir aktuell in den Vereinigten Staaten. Die nach wissenschaftlichen Grundsätzen gewonnenen Erkenntnisse halten uns eben auch oft den Spiegel vor und rücken unbequeme Themen ins Licht“, betont der Landtagspräsident.

Hohe Erwartungen 

Universitätsprofessorin Siegrid Steinkellner von der Universität für Bodenkultur verwies auf die hohen Erwartungen an Lebensmittel – von Leistbarkeit über Umweltschutz bis Qualität. Gleichzeitig wachse die Sorge vor Pflanzenschutzmitteln. Die Forschung arbeite daher an deren Reduktion bei gleichbleibender Qualität und Erträgen.

Im Fokus von Universitätsprofessorin Eva Stöger stand die neue Gentechnik. Ziel sei es, die weltweite Nahrungsmittelversorgung zu sichern und zugleich Ressourcen wie Fläche, Dünger und Pflanzenschutzmittel zu sparen. Beispiele seien mehltauresistentes Getreide oder Obstsorten, die kaum mehr braun werden.

Krebs-Vorsorge

Ein anderes Forschungsfeld stellte FH-Professor Julian Weghuber vor. An der Fachhochschule Oberösterreich wird intensiv an sogenannten sekundären Pflanzenstoffen wie Bitterstoffen geforscht. Diese könnten helfen, Krankheiten wie Diabetes, Verdauungsprobleme, Übergewicht oder Krebs vorzubeugen. Neben der Entdeckung dieser Wirkstoffe geht es vor allem darum, sie so zu verarbeiten, dass der menschliche Körper sie gut aufnehmen kann.


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