Immer mehr Frauen sind in den Bezirken Eferding und Grieskirchen von Armut betroffen
EFERDING/GRIESKIRCHEN. Steigende Lebenshaltungskosten, fehlende Kinderbetreuung und unsichere Einkommen treffen besonders Frauen. Im Vorjahr unterstützte die Caritas-Sozialberatung 77 Frauen und 48 Männer in den Bezirken Eferding und Grieskirchen. Das ist eine Steigerung um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Dazu kamen 45 Kinder, die auf diesem Weg mitversorgt wurden. Diese Hilfe ist nur durch Spenden möglich. Bis Herbst sind wieder zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeiter aus den Pfarren für die Caritas-Haussammlung unterwegs, um Spenden für Menschen in Not zu sammeln.
Doris W., alleinerziehende Mutter von zwei Kindern, arbeitet seit Anfang 2025 dreißig Stunden pro Woche in einer Reinigungsfirma. Mehr ist wegen der Kinderbetreuung nicht möglich. Ihr Einkommen reicht kaum: Von rund 1.970 Euro monatlich gehen über 900 Euro für Miete und Strom ab. Übrig bleiben etwa 790 Euro – rund 263 Euro pro Person bzw. unter neun Euro täglich. Zusätzliche Belastung entstand durch Schulden nach der Karenz, als mangels Kinderbetreuungsplatz weder Erwerbsarbeit noch Arbeitslosengeldbezug möglich waren.
Übernahme von Kosten
Sie wandte sich an die Caritas-Sozialberatung, die mit Beratung, Lebensmittelgutscheinen, Gebührenbefreiungen und der Übernahme von Betreuungskosten unterstützte.
„Der Fall von Doris W. zeigt, wie schnell Frauen trotz Arbeit und aufgrund der Kinderbetreuung in existenzielle Not geraten können. Niederschwellige Beratung und konkrete Hilfe zur Selbsthilfe sind entscheidend“, sagt Caritas-Mitarbeiterin Doris Taborsky von der Sozialberatungsstelle Grieskirchen.
Die Caritas-Nothilfe ist ausschließlich durch Spenden möglich. Ein wesentlicher Teil davon wird bei der Haussammlung aufgebracht.


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