Peuerbacher arbeitete 65 Jahre als Freiwilliger beim Roten Kreuz
PEUERBACH. Ein Urgestein des Roten Kreuzes geht in die Freiwilligenpension. Knapp 24.000 Tage war Josef Manigatterer für Menschen zur Stelle, die dringend Hilfe brauchten. Bei der Ortsstellenversammlung wurde ihm vor versammelter Mannschaft für seinen wertvollen Freiwilligendienst gedankt.

Mannigatterer hat den ersten Baustein für die Peuerbacher Rotkreuz-Stelle 1988 selbst gelegt. Seine Karriere beim Roten Kreuz startete der 87-Jährige vor 65 Jahren zufällig. Die Rotkreuz-Sanitäter Hildegard und Ludwig Holzinger spannten ihn, der damals in der Pfarre als Mesner arbeitete, als Fahrer ein: weil er gerade da war.
Er hat die Ortsstelle nicht nur mit aufgebaut, sondern war auch deren Leiter. Mit seinem Beruf hat sich das gut verbinden lassen, da er zeitgleich Leiter des Alten- und Pflegeheimes in der Gemeinde war, welches sich gleich neben der Rotkreuz-Stelle befindet. 1997 rief er das „Essen auf Rädern“-Angebot, das vom Roten Kreuz organisiert wird, in der Sternenstadt ins Leben.
Ob im Rettungsdienst oder als Fahrer beim hausärztlichen Notdienst, bei der Rufhilfe, im Besuchsdienst, als Hospiz-Mitarbeiter, Blutspendehelfer oder Lesecoach, im Rotkreuz-Markt oder beim Jugendrotkreuz: Freiwillige in und um Peuerbach ermöglichen in ihrer Freizeit Leistungen, die es in dieser Form sonst nicht gäbe.
Der Wert ihres Engagements ist unbezahlbar. Freiwilligkeit entscheidet darüber, ob Menschen im Ernstfall die Hilfe bekommen, die sie brauchen und ob Krisen überhaupt bewältigbar sind“, sagt Bezirksgeschäftsleiterin Martina Doblhofer.
Bei der Versammlung bekamen Mannigatterer und seine Frau Marianne ein extra angefertigtes Abbild der Ortsstelle geschenkt. Jetzt freut sich der Peuerbacher auf viel Zeit mit seiner Frau, die seit seiner Jugend an seiner Seite steht und ihn in allem unterstützt hat.


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