Geplante Deponie: Bürgermeister von Aistersheim und Weibern richten offenen Brief an Grundstückseigentümer
AISTERSHEIM/WEIBERN. Die geplante Errichtung einer Baurestmassendeponie im Bereich der Gemeindegrenze zwischen Aistersheim und Weibern sorgt weiterhin für Diskussionen. In einem offenen Brief wenden sich die Bürgermeister Manfred Roitinger (Weibern) und Johann Stockinger (Aistersheim) direkt an die Eigentümer des betroffenen Grundstücks.

In dem Schreiben an das Team der Gutsverwaltung Aistersheim appellieren die Bürgermeister, die Interessen der Bevölkerung und den Schutz der regionalen Naturlandschaft in den Mittelpunkt zu stellen. Nach ihrer Darstellung gibt es in der Bevölkerung „große Bedenken“ gegen die geplante Deponie. Genannt werden insbesondere mögliche Belastungen durch zusätzlichen Lastwagenverkehr, Lärm und Staub. Auch um die Wasserressourcen der Region machen sich die Unterzeichner Sorgen.
Umweltverträglichkeitsprüfung
Derzeit prüfen die zuständigen Behörden laut dem offenen Brief, ob für das vorgelegte Projekt eine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich ist. Unabhängig davon sehen die beiden Bürgermeister bereits zahlreiche Fragen, die aus ihrer Sicht geklärt werden müssen.
Eine weitere Sorge betrifft die Dimension des Vorhabens. Im Schreiben wird die Frage aufgeworfen, ob das geplante Deponieprojekt möglicherweise nur den Beginn einer späteren Erweiterung darstellen könnte.
Appell an die Eigentümer
Die Bürgermeister verweisen zugleich auf die enge Verbindung der Eigentümer mit der Region. In ihrem Schreiben erinnern sie an die lange Geschichte des Wasserschlosses Aistersheim, die dort angebotenen Wohnmöglichkeiten sowie die forstwirtschaftliche Verbundenheit der Familie mit der Umgebung.
Daraus leiten sie einen gemeinsamen Appell ab: Die Eigentümer sollten sich für den Erhalt der Lebensqualität in der Region einsetzen und dazu beitragen, mögliche Belastungen für Bevölkerung und Natur abzuwenden.








Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden