ChildVision Nepal: Brigitte Söllinger aus Meggenhofen plant Hilfe für Mädchen nach Sturzfluten
MEGGENHOFEN. Die Bilder aus den von Sturzfluten betroffenen Regionen Nepals zeigen das Ausmaß der Katastrophe. Für Brigitte Söllinger aus Meggenhofen, Obfrau von ChildVision Nepal, steht dabei eine Gruppe besonders im Mittelpunkt: Mädchen, die in einer solchen Ausnahmesituation schnell zu den Schutzlosesten gehören.

Nach Angaben internationaler Hilfsorganisationen sind mindestens 93.000 Menschen betroffen. UNICEF sprach wenige Tage nach der Katastrophe von rund 17.000 Kindern, die dringend humanitäre Unterstützung benötigen.
„Ich bin jeden Tag mit unserem Team in Nepal in Kontakt“, erzählt Söllinger. Hilfe müsse jedoch verantwortungsvoll organisiert werden. „Niemandem ist geholfen, wenn wir Menschen in ein Gebiet schicken, das derzeit noch nicht sicher erreichbar ist.“
Frauen-Team bereitet Einsatz vor
Zwei nepalesische Ärztinnen aus dem Krankenhaus Dhulikel unterstützen ChildVision Nepal bereits bei den Vorbereitungen. Sobald ein sicherer Zugang möglich ist, soll sich ein sechsköpfiges nepalesisches Frauen-Team auf den Weg machen.
Zunächst soll geklärt werden, wo Mädchen und Familien tatsächlich Hilfe benötigen. Auch die Frage, welche Unterstützung längerfristig sinnvoll ist, soll vor Ort beantwortet werden. In der ersten Phase können Lebensmittel, sichere Unterbringung, Hygieneartikel und medizinische Versorgung besonders wichtig sein.
Langfristige Hilfe soll geprüft werden
ChildVision Nepal will auch beobachten, was nach der unmittelbaren Katastrophenhilfe bleibt. Im Jänner und Februar wollen Brigitte Söllinger und ihr Mann Heinz selbst nach Nepal reisen. Neben ihrer Arbeit in den bestehenden Projekten wollen sie auch die Flutregion besuchen und sich ein Bild von der Situation der unterstützten Mädchen machen.
„Dann werden wir gemeinsam mit unserem Team und den Menschen vor Ort entscheiden, welche weiteren Schritte notwendig sind“, sagt Söllinger. Möglicherweise gehe es um Unterstützung bei der Ausbildung, längerfristige Betreuung oder Hilfe beim Wiederaufbau. „Das können und wollen wir heute noch nicht versprechen. Wir möchten erst genau hinschauen.“
Das Hilfsprojekt bittet angesichts der zusätzlichen Aufgabe um Unterstützung. „Jeder Beitrag hilft uns, vorbereitet zu sein, wenn unser Team zu den Mädchen gelangen kann“, sagt Söllinger. Im Mittelpunkt stehe dabei, dass Mädchen in der schwierigen Situation nicht allein bleiben und nicht erneut in Gefahr geraten.
Nähere Informationen: www.childvisionnepal.com








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