„Back to Life“-Award für Elisabeth Kiener aus Haag am Hausruck
HAAG AM HAUSRUCK. Es ist zumeist ein harter Kampf, nach einem schweren Unfall wieder in ein selbstbestimmtes Leben zurückzufinden. Für ihren engagierten Weg dorthin wurden erstmals drei Persönlichkeiten aus Oberösterreich mit dem „Back to Life“-Award der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) ausgezeichnet. Unter ihnen ist Elisabeth Kiener aus Haag am Hausruck.

Kiener war Schülerin der ersten Klasse der HBLA in Ried, als sie im Oktober 2011 auf dem Schulweg beim Überqueren der Straße zu einer gegenüberliegenden Bushaltestelle von einem Pkw erfasst und schwer verletzt wurde. Nach der Behandlung im Unfallkrankenhaus und mehr als zehn Reha-Aufenthalten hat sich ihr Gesundheitszustand wesentlich verbessert. Heute kann sie ihren Alltag weitgehend selbstständig meistern. Insgesamt verbrachte sie fast ein ganzes Jahr in Rehabilitation.
Langwieriger Heilungsprozess
Aufgrund des langwierigen Heilungsprozesses musste sie die Schule abbrechen. Später absolvierte sie mit großem Ehrgeiz ein halbjähriges, von der AUVA finanziertes Perspektivenplanungsprogramm im Neuronetzwerk des BBRZ sowie ein weiterführendes, maßgeschneidertes Fachtraining. Anschließend schloss sie eine Lehre zur Bürokauffrau ab. Seit acht Jahren arbeitet die 30-Jährige in diesem Beruf und absolviert derzeit nebenbei die Berufsreifeprüfung.
Mit dem „Back to Life“-Award werden Menschen ausgezeichnet, die Angehörige nach schweren Arbeitsunfällen zu Hause pflegen, sowie Menschen, die sich nach schweren Arbeitsunfällen durch eine beispielhafte soziale und berufliche Rehabilitation ins Leben zurückgearbeitet haben.
„Gesundheitliche Rückschläge dürfen kein Hindernis für ein selbstbestimmtes Leben und einen erfolgreichen Wiedereinstieg ins Berufsleben sein. Menschen mit Beeinträchtigungen haben es am Arbeitsmarkt noch schwerer als andere. Die Arbeiterkammer setzt sich für gleiche Chancen und den Abbau von Barrieren ein. Der Back to Life Award leistet dazu einen wichtigen Beitrag, weil er die Leistungen der Betroffenen vor den Vorhang holt“, sagte Andreas Stangl, Präsident der Arbeiterkammer Oberösterreich, bei der Verleihung.








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