Renaturierung der Trattnach in Bad Schallerbach schafft neue Lebensräume
BAD SCHALLERBACH. Die Trattnach ist ein trauriges Beispiel für die Begradigung von Flüssen und einen schlechten gewässerökologischen Zustand. Um das zu verbessern, wird derzeit in Bad Schallerbach ein Renaturierungsprojekt umgesetzt.

Durch Begradigungen und Regulierungen, vor allem in den 1930er-Jahren, ist die Artenvielfalt zurückgegangen und die Wasserqualität schlechter geworden.
„Die Auswirkungen der menschlichen Wohlstandsgesellschaft werden besonders an unseren Gewässern sichtbar“, sagt Umweltlandesrat Stefan Kaineder (Grüne): „Die Untersuchungen der Gesundheit unserer Flüsse liefern keine guten Nachrichten.“ Das trifft auch auf die Trattnach zu. Umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen sollen Verbesserungen bringen. „Investitionen in die Natur rechnen sich“, betont Kaineder.
Wenig Platz
Da in Bad Schallerbach wenig Platz für Aufweitungen vorhanden ist, werden die Maßnahmen überwiegend innerhalb des bestehenden Flussprofils umgesetzt. Durch den Einbau von Steinbuhnen, Störsteinen und Totholz sowie durch Aufweitungen des Gewässers sollen unterschiedliche Strömungsverhältnisse, Ruhezonen und Lebensräume für Fische und andere Gewässerorganismen entstehen. Gleichzeitig wird auf den Hochwasserschutz geachtet. Durch die Wiederherstellung naturnaher Gewässerstrukturen entstehen neue Lebensräume, die von unterschiedlichen Tier- und Pflanzenarten besiedelt werden können. Dadurch erhöhen sich nicht nur die Biodiversität, sondern auch die natürliche Selbstreinigungskraft des Gewässers. Für Bürgermeister Markus Brandlmayr (ÖVP) haben die Arbeiten zudem eine touristische Bedeutung: „Es hat auch etwas für das Auge.“ In einer zweiten Bauetappe sollen im Bereich des Botanika-Parks unter anderem das Flussbett aufgeweitet und die Böschungen abgeflacht werden. Diese Arbeiten sollen im Herbst 2027 oder im Frühjahr 2028 beginnen und maximal ein Jahr dauern. „Ich freue mich schon sehr“, erklärt der Bürgermeister.
Die Investitionen in die bisherigen Maßnahmen und die bereits genehmigten Vorhaben entlang der gesamten Trattnach belaufen sich auf zehn Millionen Euro.








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