19-jähriger Grieskirchner will Österreich laufend durchqueren
GRIESKIRCHEN. Enis Dakaj, ein 19-jähriger Ultraathlet aus Grieskirchen, möchte Österreich laufend durchqueren. Die geplante Strecke führt von Nickelsdorf bis nach Bregenz und soll rund 800 bis 900 Kilometer lang sein. Dakaj trainiert dafür intensiv. Pro Woche läuft er bis zu 250 Kilometer.

Einmal quer durch Österreich laufen: Einen konkreten Termin für das Projekt gibt es noch nicht. Der junge Sportler möchte die Route, die tägliche Belastung, die Versorgung und die Erholung sorgfältig planen.
„Ich möchte nicht nur einzelne lange Läufe absolvieren, sondern ein Projekt angehen, das über viele Tage hinweg Ausdauer, Planung und Durchhaltevermögen verlangt“, erklärt er. Geplant ist, täglich eine Ultramarathondistanz zurückzulegen. Damit meint er Strecken von mehr als 42,195 Kilometern.
Zum Laufen kam der 19-Jährige während der Corona-Pandemie. Damals spielte er noch aktiv Fußball. Eine mannschaftsinterne Kilometertabelle weckte seinen Ehrgeiz. Aus anfänglich sieben Kilometern wurden nach und nach längere Strecken. Schließlich absolvierte er seine ersten Marathons und einen privaten Ultramarathon. Seit dreieinhalb Jahren beschäftigt er sich intensiv mit langen Laufdistanzen.
83 Kilometer an einem Tag
Seine bisher längste Strecke an einem Tag beträgt 83 Kilometer. Die Idee dazu entstand spontan: Er wollte von Grieskirchen nach Linz laufen. Für die gesamte Strecke benötigte er neun Stunden, 28 Minuten und 33 Sekunden. Der Lauf war für ihn ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Ultraathleten.
Für seine sportlichen Ziele investiert der junge Grieskirchner viel Zeit. In einer normalen Trainingswoche läuft er zwischen 170 und 250 Kilometer. Zusätzlich absolviert er Krafttraining. Insgesamt verbringt er nach eigenen Angaben rund 20 bis 30 Stunden pro Woche mit dem Sport. Auch Schlaf, Ernährung und Erholung seien wichtig, um die hohe Belastung langfristig bewältigen zu können.
Seine Ausbildung zum Werkzeugbautechniker hat er bereits abgeschlossen. Neben dem Sport möchte er auch beruflich seinen Weg gehen. Die Vereinbarkeit von Training und Alltag erfordere viel Planung und Disziplin.
„Ich möchte zeigen, dass man auch mit einem normalen Berufsalltag große sportliche Ziele verfolgen kann, wenn man bereit ist, seine Zeit gut einzuteilen und konsequent an sich zu arbeiten“, sagt er.
Trotz des hohen Trainingsumfangs findet er Zeit für Familie und Freunde. Auch Fußball gehört weiterhin zu seinen Hobbys.
Bei der geplanten Durchquerung Österreichs sieht der 19-Jährige vor allem die Belastung über mehrere Tage als Herausforderung. Anders als bei einem einzelnen langen Lauf müsse er jeden Tag erneut starten, auch wenn er von den vorherigen Etappen müde sei. Dazu kämen die richtige Ernährung, ausreichende Erholung, das Wetter und die Organisation.
Herausforderung
Die sportliche Herausforderung möchte er möglichst eigenständig bewältigen. Bei einem Projekt dieser Größenordnung müssten jedoch auch die Sicherheit und die Versorgung gut geplant werden. Welche Unterstützung dafür notwendig sein wird, muss er noch klären. Für ihn bedeutet Laufen mehr als körperliche Fitness: „Gerade beim Langstreckenlaufen lernt man, mit Müdigkeit, Zweifeln und schwierigen Phasen umzugehen“, sagt Dakaj. Er wolle nicht nur körperlich stärker werden, sondern auch mental wachsen.
Große Ziele
In den kommenden drei bis fünf Jahren möchte sich der 19-Jährige als Ultraathlet weiterentwickeln und größere Distanzen bewältigen. Die Durchquerung Österreichs ist dabei ein wichtiges Ziel. Mit seinem sportlichen Weg möchte er auch andere Menschen dazu ermutigen, an ihren Vorhaben festzuhalten.
„Man muss nicht von Anfang an außergewöhnlich sein, um etwas Außergewöhnliches zu erreichen“, betont er. Entscheidend sei, konsequent an sich zu arbeiten, Rückschläge anzunehmen und bei Schwierigkeiten nicht sofort aufzugeben.








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