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Wetterprognose: Einen langen und kalten Winter sagte die Königskerze voraus

Sabrina Lang, 19.11.2018 13:26

GRIESKIRCHEN. Wie eine große Krake rekelte sich heuer im Sommer die Königskerze in der Sonne. Die Pflanze hätte damit insgeheim schon vorausgesagt, wie der Winter wird, meint Wetterexperte Hans Gessl. Kritik übt der Wetterhans gleichzeitig an den Kaffeesud-Prognosen der Metereologen.

Hans Gessl mit einer überdimensionalen Königskerze, die als Wetterbotin gilt und schon im Sommer den Winter voraussagen kann. Das Foto wurde im Juli aufgenommen.Foto: ElGe

„Wie die Königskerze blüht, so der Winter wird“, zitiert Hans Gessl eine alte Wetterweisheit. Betrachtete man die Ausprägung der Königskerze im Sommer, so könne man davon ausgehen, dass der Winter bald kommt, kalt und alt wird, meint Gessl. „Die Königskerze gleicht einer „Klimakrake“, die mir in dieser Ausprägung noch nicht untergekommen ist“, meint der Wetterhans. Jede der Kronenblüten sage einen neuen Anlauf des Winters voraus. Die Blüten selbst würden zudem zeigen, wie Schneeflocken ausfallen, in diesem Fall groß und fetzig. Die Blatthöhe zeige die Schneehöhe an, erklärt Gessl. Der Winter hätte heuer bereits einige Anläufe unternommen, das erste Mal am 24. August, als das Thermometer die 0 Grad-Marke erreichte und das zweite Mal Anfang Oktober beim nächsten Kälteeinbruch. „Wir werden einen trockenen Frostwinter bekommen“, erklärt der Wetterhans und kritisiert: „Die Kaffeesud-Prognosen der Metereologen machen uns ständig etwas vor. Man versuchte in letzter Zeit krampfhaft, Regen herbeizukonstruieren. Ich mahne Wetterwahrheiten ein. Man solle Wetter nicht nur aufgrund wirtschaftlicher Überlegungen vormachen. Ich empfehle den Meterologen, ab und zu beim Fenster hinauszuschauen, denn das Wetter passiert seit jeher draußen.“ Und der Blick aus dem Fenster verrät: Der Winter ist mit ersten Schneeflocken und einer sibirischen Kälte angekommen, die einige Zeit bleiben wird. „Die Königskerze hat also Recht gehabt“, sagt Gessl.


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