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GRIESKIRCHEN. Für Grieskirchen wurde das Campo zur Institution. Gäste aus nah und fern strömten zum Eis von Suat „Assi“ Aslan. Nun kommt ein neuer Besitzer.

 (Foto: Erich Butka)
(Foto: Erich Butka)

Mit Ende Oktober endet der gemeinsame Weg von Aslan und dem Campo, dem Sommercafe. Nach 20 Jahren stressigen saisonalem Job, will sich der Besitzer beruflich verändern. „Ich bin 57 Jahre alt. Irgendwann denkst du dir, es gibt noch etwas anderes außer Arbeit im Leben. Innerhalb der Saison, stehe ich jeden Tag um vier Uhr morgens auf und bereite jede meiner 45 Eissorten selbst vor. Das kann man nicht für immer“, erklärt Aslan. Seit Jahren ist das Campo am Kirchenplatz in Grieskirchen zur Marke und zum Kult geworden. Umfragen ergaben, dass 90 Prozent aller Besucher aus den umliegenden Regionen oder gar von weiter weg kommen. Einen Nachfolger gibt es bereits, doch wird dieser erst nach der nächsten Gemeinderatssitzung offiziell verkündet, da der Verpächter die Stadt Grieskirchen ist. „Mir war es nicht egal, wer mein Geschäft übernimmt. Der neue Besitzer tritt in meine Fußstapfen und ich werde ihn hinter den Kulissen ein Jahr begleiten, von der Eisherstellung bis zur Betriebsführung“, betont Aslan. Seine Grundprodukte bezieht er alle aus Italien, bis auf Milch und Zucker, die aus Österreich stammen. So soll es auch in Zukunft bleiben, inklusive mobilen Eiswagen und Eislieferungen an andere Betriebe. Die Qualität, wie auch die Marke Campo sollen in Zukunft gewährleistet bleiben. „Assi“ wird auch Grieskirchen erhalten bleiben, obwohl schon Unkenrufe nach seiner Abwanderung zu hören waren. „Ich bleibe in Grieskirchen. Ich habe hier alle meine Freunde und Bekannte. Warum sollte ich das nach 47 Jahren ändern, nur weil ich gebürtiger Türke bin“, stellt sich Aslan die Frage. Der gelernte Automechaniker, hofft nur dass sein Nachfolger weniger Probleme hat, geeignetes Personal zu finden.


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