Samstag 25. Mai 2024
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MICHAELNBACH. Barbara Kalteis betreibt in der Ortschaft Oberspaching in Michaelnbach eine Schafkäserei als Direktvermarkterin. Sie legt in ihremBetrieb großen Wert auf den Kreislauf der Natur, deshalb sind ihre Schafe von Mitte November bis Februar in Karenz.

Nach der Geburt der Lämmer beginnt die Käseproduktion. (Foto: Bocksleitner)
photo_library Nach der Geburt der Lämmer beginnt die Käseproduktion. (Foto: Bocksleitner)

„Das Schaf ist ein Saisontier. Um den natürlichen Kreislauf zu gewährleisten, lassen wir den Schafen ihre Winterpause. Deshalb gibt es in dieser Zeit keinen Käse“, erklärt Kalteis. Mit den neugeborenen Lämmern hat auch die Käseproduktion wieder begonnen. Diese und auch die Auslieferung übernimmt die 48-Jährige allein. Bei der Viehzucht helfen ihr Gatte und Sohn manchmal aus.

Wie alles begann

Kalteis kommt ursprünglich nicht aus der Landwirtschaft und ist erst nach der Hochzeit nach Spaching gekommen. Sie hat im Einzelhandel gelernt und bis die Kinder kamen, in der Krankenhausküche in Grieskirchen gearbeitet. Als diese in die Schule kamen, überlegte sie gemeinsam mit ihrem Mann, ob und wie sich aus ihrem landwirtschaftlichen Betrieb eine rentable Vollzeitarbeitsstelle machen ließe. Sie besitzen sechs Hektar Acker und sechs Hektar Wiese. „Deshalb haben wir nach etwas gesucht, was für diese Größe passt und eine Nische bedient. Wir haben uns viele verschiedene Betriebe angesehen und überlegt, was uns gefällt“, erzählt die Michaelnbacherin, „Da es in der Umgebung sehr wenige Anbieter von Schafkäse gab, haben wir 2009 beschlossen, acht Schafe zu kaufen und es einfach auszuprobieren.“ Daraufhin hat Kalteis an der Abendschule in Waizenkirchen, am LFI und in Wieselburg verschiedene Kurse absolviert und ihre eigene Käseproduktion auf die Beine gestellt. 2011 wurde die erste Käserei gebaut. Allerdings war die Nachfrage so groß, dass diese 2020 ausgebaut werden musste.

„Spachinger Schofkas“

„Wichtig ist, bei der Produktion kreativ zu sein, um sich von anderen Anbietern abzuheben. Ich habe lange überlegt, was ich aus unserem Grundstoff alles machen könnte“, erzählt die 48-Jährige. Inzwischen gibt es Joghurt, Schafmilchgupferl, Spachinger Frischkäse und Aufstriche, aber auch gereiften und geräucherten Schafkäse. Frischkäse und Aufstriche werden in verschiedenen Varianten angeboten, wie zum Beispiel mit Oregano und Chilifäden. Kalteis beliefert ausgewählte Geschäfte und Gastronomien in den Bezirken Grieskirchen, Eferding und Linz-Land. „Meine Liefertour ist gleichzeitig meine Einkaufstour, denn ich kaufe beinahe alles, was ich brauche, in den Läden, zu denen ich unsere Produkte bringe. Ich kann ja nicht von den Leuten verlangen, dass sie regional einkaufen, wenn ich es selbst nicht lebe“, erklärt Kalteis. Auf dem Bauernmarkt in Kallham steht die Spachingerin jeden ersten Samstag im Monat von 9 bis 11 Uhr, auf dem in Traun jeden Freitag von 13 bis 17 Uhr. Derzeit baut ihr Mann an einer Hütte für den Selbstbedienungsverkauf, der demnächst eröffnet werden soll.

Schafkäse Kalteis ist erhältlich im Bezirk Grieskirchen bei „Tischlein Deck Dich“ in Michaelnbach, bei „Einfach“ und bei „Bodenständig“ in Peuerbach, bei „Lia's Biotreff“ in Grieskirchen, bei „Emma's Laden“ in Neumarkt, beim Kaufhaus Huber Johanna in Neukirchen und bei „Hofzeit“ in Rottenbach sowie im Bezirk Eferding bei „Standler's“ in Prambachkirchen, bei „EFI – Eferdinger Lebensmittelpunkt“ in Eferding und beim Alkovner Bauernladen.

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