Peuerbacher Athleten kämpfen bei den Special Olympics um Medaillen
PEUERBACH. Die Spannung steigt: Für 31 Athleten des Caritas-Standorts St. Pius rücken die Nationalen Sommerspiele der Special Olympics in Wien immer näher. Während die Sportler ihre letzten Vorbereitungen treffen, laufen auch bei den Trainern die Planungen auf Hochtouren.

Am 25. Juni fällt mit der Eröffnungszeremonie in der Sport Arena Wien der Startschuss für das größte inklusive Sportereignis Österreichs. Insgesamt 31 Athleten aus St. Pius werden dabei an den Start gehen. Sie haben sich in den Disziplinen Tennis, Tischtennis, Boccia, Stocksport und Schwimmen qualifiziert.
Rund 1.900 Sportler aus ganz Österreich werden gemeinsam mit etwa 600 Trainern und 800 freiwilligen Helfern in insgesamt 19 Sportarten um Medaillen kämpfen. Die Erwartungen an das Team aus Peuerbach sind hoch. Seit Jahren kehren die Athleten von St. Pius regelmäßig mit starken Ergebnissen von nationalen und internationalen Wettbewerben zurück.
„Viele unserer Sportler haben große Ziele und das Podest fest im Blick“, sagt Patrick Oriold, Delegationsleiter der Caritas.
Sonja Königseder und Silvia Hochmüller zählen zu den Hoffnungsträgern des Teams. Die beiden wohnen gemeinsam im neu adaptierten Haus Mina in St. Pius und treten bei den Special Olympics im Tennis an.
Silvia Hochmüller kann aufgrund ihrer Kleinwüchsigkeit auf dem Tennisplatz nicht so schnell weite Wege zurücklegen wie andere Spieler. Mit Technik, Spielverständnis und großem Einsatz gleicht sie diesen Nachteil jedoch aus. Um faire Wettkampfbedingungen zu schaffen, wird in ihrer Kategorie auf einem halben Tennisfeld gespielt.
Neustart auf dem Tennisplatz
Eine besondere Geschichte verbindet Sonja Königseder mit dem Tennissport. Früher war sie erfolgreiche Tischtennisspielerin. Nach einem Sturz vom Siegerpodest bei einer Siegerehrung entschied sie sich jedoch für einen Neuanfang und wechselte auf den Tennisplatz.
„Sonja will gewinnen – daran hat sich nichts geändert. Mit Unterstützung traut sie sich inzwischen auch wieder aufs Stockerl“, erzählt Patrick Oriold, der sie zugleich als Trainer begleitet.
Große Hoffnungen setzt Königseder auf den Bewerb „Skills“. Dabei müssen die Teilnehmer verschiedene Tennisübungen absolvieren und ihr Können unter Beweis stellen. Welche Rolle Wetterbedingungen und die ungewohnten Sandplätze spielen werden, lässt sich derzeit noch schwer einschätzen. Erfahrung bei Wettkämpfen bringen beide Athletinnen jedenfalls reichlich mit.
Erste Herausforderung beginnt bei der Anreise
Eine Premiere wartet auf das Team bereits vor den Wettkämpfen. Erstmals erfolgt die Anreise zu den Special Olympics mit dem Zug. Das umfangreiche Sport- und Reisegepäck wird separat mit Kleintransportern nach Wien gebracht.
„Wir bereiten uns seit August vergangenen Jahres intensiv auf die Spiele vor. Eine besondere Herausforderung war es, für jede Sportlerin und jeden Sportler die passenden Einstiegshilfen für die Zugfahrt zu organisieren“, berichtet Oriold.
Die Bewerbe finden an mehreren Austragungsorten in Wien statt. Für die Athleten aus St. Pius steht dabei nicht nur der sportliche Erfolg im Mittelpunkt, sondern auch das gemeinsame Erlebnis bei Österreichs größtem inklusiven Sportfest.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden