Keine Entspannung bei der Wassernot in Grieskirchen, St. Georgen und Tollet
GRIESKIRCHEN/ST. GEORGEN/TOLLET. Die anhaltende Trockenheit lässt den Trinkwasserverbrauch in Grieskirchen und den umliegenden Gemeinden wieder leicht steigen. Der Wasserverband Grieskirchen und Umgebung ersucht daher weiterhin um einen bewussten Umgang mit Trinkwasser. Die seit rund einem Monat geltende Wassersparverordnung bleibt aufrecht.

Pools dürfen weiterhin nicht mit Trinkwasser befüllt, Autos nicht gewaschen und Rasenflächen nicht mit Trinkwasser bewässert werden. In Nutzgärten ist das Gießen nur zwischen 20 und 6 Uhr erlaubt. Ein leichtes Nachfüllen von Pools bleibt möglich, sofern der Wasserstand nicht um mehr als fünf Zentimeter abgesunken ist.
Keine Entspannung
„Aktuell gibt es keine Entspannung, aber auch keine wirkliche Verschlechterung. Jedoch ist wieder eine leichte Steigerung beim Wasserverbrauch feststellbar“, sagt Gerald Nussbichler, Obfrau-Stellverteter des Wasserverbands. Grund dafür sei auch, dass es seit längerer Zeit wieder viel zu wenig geregnet habe. Viele Regenwassertanks seien mittlerweile leer. Dadurch werde für das Gießen von Pflanzen wieder häufiger Trinkwasser verwendet.
Bei einem Verstoß gegen die Wassersparverordnung kann es zu einer Anzeige bei der Bezirkshauptmannschaft kommen. Strafen von bis zu 1.000 Euro sind möglich. Größere Wasserentnahmen kann der Wasserverband feststellen.
Trotz des zuletzt leicht gestiegenen Verbrauchs hält Nussbichler fest: „Summa summarum merkt man schon, dass sich die Leute auch daran halten.“ Wie lange die Wassersparverordnung noch gilt, sei derzeit nicht absehbar. „So, wie es jetzt ausschaut, werden wir das vor dem Herbst nicht beenden können“, sagt der Vizeobmann. Für eine nachhaltige Entspannung brauche es längeren, gleichmäßigen Regen. „Es müsste noch einmal 14 Tage durchregnen, bis wir Entspannung haben“, so Nussbichler. Starke Gewitterregen würden hingegen weniger helfen, da ein großer Teil des Wassers oberflächlich abfließt.
Wasser sparsam verwenden
Der Wasserverband empfiehlt daher weiterhin, Trinkwasser im Alltag sparsam zu verwenden. Dazu gehört, Wasser nicht unnötig laufen zu lassen, Wasch- und Spülmaschinen nur voll beladen einzuschalten und kleine Wasserverluste rasch zu beheben.
Der Wasserverband stellt derzeit schrittweise auf digitale Wasserzähler um. Die neuen Geräte werden im Zuge des regulären Austauschs eingebaut. Bei digitalen Wasserzählern können größere Verbrauchsmengen schneller festgestellt werden. Die Daten werden mit einem Empfangsgerät ausgelesen, mit dem die Wassermeister durch die Siedlungen fahren.
Wasserverluste
Zusätzlich wird verstärkt auf mögliche Schäden und Wasserverluste im Leitungsnetz geachtet. Das Verbandsgebiet ist dafür in Zonen eingeteilt. So kann festgestellt werden, ob in einem Bereich ein auffällig hoher Verbrauch vorliegt und möglicherweise Wasser aus einer Versorgungsleitung austritt.


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