Notwasserleitung sichert Trinkwasser in Grieskirchen
BAD SCHALLERBACH/SCHLÜSSLBERG/GRIESKIRCHEN. Die Trinkwasserversorgung in Grieskirchen wird durch eine Notwasserleitung zusätzlich abgesichert. Bad Schallerbach und Schlüßlberg leiten gemeinsam mit der WDL-Wasserdienstleistungs-GmbH täglich rund 200 Kubikmeter Trinkwasser nach Grieskirchen. Damit soll die angespannte Versorgungssituation aufgrund der anhaltenden Trockenheit entschärft werden.

Trotz der Wassersparmaßnahmen bleibt die Lage angespannt. Der Verbrauch konnte dadurch zwar um rund 20 Prozent gesenkt werden, Entwarnung gibt es aber noch nicht. Laut Wasserverband Grieskirchen und Umgebung sind die Grundwasserstände im Raum Grieskirchen in den vergangenen zehn Jahren um rund 30 Prozent zurückgegangen. Ohne die Sparmaßnahmen wäre die Versorgung der Haushalte bereits zunehmend schwierig geworden.
Seit Mitte August liefen Gespräche zwischen der Bürgermeisterin von Grieskirchen, den Bürgermeistern von Bad Schallerbach und Schlüßlberg sowie der WDL. Ziel war es, rasch zusätzliches Trinkwasser nach Grieskirchen zu bringen.
Notwasseranschlüsse ermöglichen zusätzliche Versorgung
Möglich wird das durch bestehende Notwasseranschlüsse. Bereits 2015 wurde Bad Schallerbach an das Versorgungsnetz der WDL angeschlossen. Über diesen Anschluss kann Trinkwasser in das örtliche Leitungsnetz eingespeist werden. Ein weiterer Notwasseranschluss verbindet Schlüßlberg mit Bad Schallerbach. Über diese Verbindung kann das Wasser bis nach Grieskirchen weitergeleitet werden.
In den vergangenen Wochen wurden die technischen Voraussetzungen geprüft. Dabei musste auch sichergestellt werden, dass sich die unterschiedlichen Wässer chemisch miteinander mischen lassen. Nachdem diese Fragen positiv geklärt wurden, wird die Notwasserversorgung aufgebaut und in Betrieb genommen.
Gemeinden helfen über Grenzen hinweg
Die Bürgermeister von Bad Schallerbach und Schlüßlberg betonen die Bedeutung der Zusammenarbeit. „Was vor mehr als zehn Jahren als Vorsorge für einen möglichen Notfall geschaffen wurde, hilft heute dabei, die Trinkwasserversorgung in unserer Region abzusichern“, erklärt Bad Schallerbachs Bürgermeister Markus Brandlmayr.
„Gerade bei einer so grundlegenden Aufgabe wie der Trinkwasserversorgung dürfen Gemeindegrenzen keine Rolle spielen. Wir helfen einander in alle Richtungen – das ist für uns gelebte Nachbarschaft und eine Selbstverständlichkeit“, ergänzt Schlüßlbergs Bürgermeister Klaus Höllerl.








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