Saisonal, nachhaltig und „solidarisch“ - so wächst Gemüse in Wallern
WALLERN. Warum Gemüse auch „solidarisch“ sein kann, zeigt Gudrun Zecha. Mit ihrer Landwirtschaft will die Wallernerin gegen Klimaerhitzung, Plastikmüll und Lebensmittelverschwendung auftreten und etwas zur gesunden und nachhaltigen Zukunft beitragen.

Seit 2020 wird „solidarisches Gemüse“ auch in Wallern gepflanzt. Schon in der ersten Saison sei das Interesse überwältigend gewesen, berichtet Zecha: „Wir durften bereits in unserer ersten Saison knapp 20 Haushalte von Mai bis November wöchentlich mit saisonaler Gemüsevielfalt versorgen. Wir freuen uns sehr, dass es immer mehr Menschen gibt, die unsere Überzeugungen teilen und den Wert von solidarisch und nachhaltig produziertem, regionalem Gemüse wertschätzen.“
Partnerschaft zwischen Verbraucher und Produzenten
Bei dieser Form der Landwirtschaft gehen Verbraucher eine direkte Partnerschaft mit den Produzenten ein und bekommen wöchentlich eine Palette biologisch produziertes Gemüse taufrisch vom Feld, saisonal, so wie“s wächst. Bauern bekommen dadurch die Sicherheit, dass sie Abnehmer haben für das, was sie mit Leidenschaft und Herz auf ihrem Acker großgezogen haben. Verlässliche Partnerschaften ermöglichen es, so zu wirtschaften, dass weder Natur noch Arbeitskräfte ausgebeutet werden. „Wir teilen die Ernte und die Kosten für die umfassend ökologisch nachhaltige Wirtschaftsweise und schaffen Lebensräume für eine Vielfalt von Insekten, Vögeln, Eidechsen und anderen heimischen Nützlingen. Durch die schonende, überwiegend händische Produktion wird nicht nur der CO2-Ausstoß verringert, sondern auch aktiv Humus aufgebaut und somit langfristig Kohlenstoff im Boden gebunden. Und mit Hand und Herz großgezogenes Gemüse schmeckt einfach unvergleichlich gut“, meint Zecha.


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