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Nachhaltige Möbeldesignerin: „Ich bin ein echter Tausendsassa“

Lisa Hackl, 06.04.2022 14:33

KEMATEN. Charity Gudeou hat sich mit dem Restaurieren von alten Möbeln selbstständig gemacht. 

Charity Gudeou in ihrem Geschäft in Kematen. (Foto: Antje Wolm)
Charity Gudeou in ihrem Geschäft in Kematen. (Foto: Antje Wolm)

„Angefangen hat alles mit einem alten Kasten, der nicht mehr in unsere Wohnung gepasst hat“, erzählt Gudeou. Gemeinsam mit ihrem Mann, dem Tischler Jochen Putz, begann sie das Möbelstück zu schleifen und neu zu lackieren. „So kam eines zum anderen“, erzählt die zweifache Mutter, die seit März 2022 ein eigenes Geschäft für restaurierte Möbel und Geschenkartikel in Kematen ihr Eigen nennt. Im Dezember 2020 ging der erste Online-Shop ins Internet. Schließlich gab Gudeou ihren Arbeitsplatz in einem IT-Unternehmen auf, um sich ihrer Leidenschaft zu widmen.

Auch alte Möbel sind schön

Als „Chary Chic“ vertreibt sie ihre Möbel. Mit dem Restaurieren wollen das Paar und sein Mitarbeiter der Wegwerfgesellschaft entgegenwirken. „Wir wollen zeigen, dass auch alte Möbel schön sein können und wie man Dinge gemeinsam kombinieren kann“, erklärt die Kematnerin. 20 bis 25 Stunden Arbeit stecken in einem restaurierten Glasschrank. Chary Chic arbeitet mit einem Tapezierer zusammen, um auch Polstermöbeln neues Leben einzuhauchen. Im Shop finden sich neben den Möbeln auch handgefertigte Dekoartikel von Produzenten aus Oberösterreich.

Volles Lager

Die Stücke zum Restaurieren bewahren Gudeou und Putz in einem Lager am Hof in Kematen auf, bis es Zeit wird, sie zu renovieren. „Wir sind natürlich immer noch gern auf Flohmärkten unterwegs; seit die Leute auf uns aufmerksam wurden, bringen sie aber auch immer häufiger Möbel vorbei. „Am schwierigsten ist es, eine Farbe für jedes Stück zu finden“, erklärt Charity, die auch gemeinsam mit Kunden Stücke aussucht und restauriert.

Tausendsassa

„Ich bin ein Tausendsassa“, meint Goudeou von sich selbst. Neben Möbelrestauration und Informationstechnologie konnte sie bereits Erfahrungen im Marketing, als medizinische Sekretärin und in der Buchhaltung sammeln. „Es ist super, wenn man diese Erfahrungen gemeinsam nutzen kann“, erklärt sie. Nachhaltigkeit „Jeder kann einen Beitrag zu Nachhaltigkeit leisten, ist Gu­deou überzeugt. Natürlich muss man auch Abstriche machen, aber es ist immer gut, Dinge weiterzugeben, die man nicht mehr braucht.


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