Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

NATTERNBACH. Nadine Humberger (ÖVP) wurde vor einem Jahr im Alter von 33 Jahren Bürgermeisterin von Natternbach. Sie übt das Amt neben einem Job in einem Linzer Architekturbüro aus. Wie sie beide Tätigkeiten unter einen Hut bekommt und welche Projekte sie als Ortschefin umsetzen möchte, verrät sie im Interview.

  1 / 3   Nadine Humberger ist seit einem Jahr Bürgermeisterin der Gemeinde Natternbach. (Foto: Tamara Plursch)

Tips:Wie gefällt Ihnen der Job als Bürgermeisterin?

Nadine Humberger: Es ist eine sehr bereichernde und schöne Aufgabe, gerade weil man Anliegen der Bürger umsetzen kann. Mir ist die Bürgernähe sehr wichtig, diese pflege ich gerne. Mir macht die Tätigkeit wirklich Freude.

Tips:Was war bis dato Ihre größte Herausforderung?

Humberger: Das ist unser Freibad, weil es einfach von den Kosten und vom Budget sehr schwierig ist. Hier geht es um eine Komplett-Sanierung, weil die Pooltechnik sowie das Becken sanierungsbedürftig sind. Die aktuelle Kostensituation ist nicht sehr förderlich. Und unser Budget ist nicht so, dass wir da große Verfügungsmittel haben.

Tips: Glauben Sie trotzdem an eine Umsetzung?

Humberger: Ich bin natürlich optimistisch und das Ziel ist die Sanierung. Aber wir müssen langfristig denken. Denn es stehen auch andere Projekte wie Sanierungen von Kindergarten und Schule an. Dort gibt es immer Instandhaltungs- und Erhaltungsthematiken.

Tips: Wie sieht es beim Bau des Mehrzweckgebäudes aus?

Humberger: Da sind wir mit dem Bauträger in Kontakt, der möchte bis Ende des Jahres die Einreichplanung fertigmachen und Anfang nächsten Jahres den Baustart.

Tips: Was steht ansonsten demnächst noch an?

Humberger: Wir machen beim Leader-Projekt „Klimawandel angepasste Gemeinde“ mit, hierbei soll der Marktplatz begrünt werden, um das Mikroklima zu verbessern und die Oberflächentemperaturen zu senken.“ Zudem werden wir Wohnräume beziehungsweise Bauplätze schaffen.

Tips: Sie üben trotz Ihrer politischen Funktion noch einen Job in der Privatwirtschaft aus, wie schaffen Sie diese Doppelbelastung?

Humberger: Es ist natürlich eine Zeitmanagement-Frage. Aber ich habe sehr viel Flexibilität in meinem Beruf. Dadurch kann ich das jonglieren. Es gibt Phasen, wo in der Gemeinde sehr viel zu tun ist und auch umgekehrt im Job.

Tips: Welche Parallelen gibt es zu Ihrem Beruf in der Architektur und wo liegt der größte Unterschied in der täglichen Arbeit?

Humberger: Eine Parallele ist, dass die Baubranche an sich sehr mit Gemeindethemen verknüpft ist. Ein großer Unterschied ist definitiv, dass ich in meinem Berufsleben ein Projekt bekomme und gleich durchstarten kann. Jetzt bin ich quasi auch in der Projektentwicklung tätig. Diese Vorphasen brauchen Zeit, da hadere ich mit mir selbst, weil am liebsten möchte ich natürlich gleich starten. Da lerne ich gerade die notwendige Geduld in der Projektentwicklungsphase kennen.

Tips: Wollten Sie immer schon Bürgermeisterin werden?

Humberger: Nein, es hat sich einfach ergeben. Was mir immer schon wichtig war, ist Natternbach selbst. Ich war in jungen Jahren 13 Jahre bei der Musikkapelle dabei, habe bei der ÖVP-Fraktion mitgeholfen und war bei der Feuerwehr aktiv.

Tips: Zum Abschluss, was ist das Besondere an Natternbach?

Humberger: Wir haben einfach einen schönen Ort, der kulturell sehr viel bietet und neben der Traumlage in der Natur auch die nötige Infrastruktur aufweist. Ich bin und war immer stolz darauf, eine Natternbacherin zu sein. Wir sind noch eine Gemeinde, wo jeder jeden kennt und das schätze ich sehr.

 


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden