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Leserartikel Eva Leutgeb, 22.10.2019 11:24

GROSS GERUNGS/WIEN. Bei den diesjährigen Vienna Open war die Konkurrenz sehr stark. Vor allem aus der Ukraine reisten gleich mehrere Reisebusse mit Sportlern an. Sie waren mit 319 Nennungen die am stärksten vertretene Nation.

Silber für Lisa Puhr; Foto: USV Shotokan Groß Gerungs
Silber für Lisa Puhr; Foto: USV Shotokan Groß Gerungs

Die Sporthalle in Wien war mit 887 Wettkämpfern aus 25 Ländern zum Bersten voll.  Auch vom USV Shotokan Groß Gerungs starteten sechs Athleten: Selina Hahn U10, Lisa Puhr U10, Yvonne Kaufmann U12, Chiara Czerwonka U16, Jayden Seifert U12 und Fabio Puhr U12. Als Coaches waren Rene` Puhr und Diana Seifert mitgereist. Die Entscheidung nur in den Kumite-Disziplinen anzutreten erwies sich als goldrichtig. Aufgrund der hohen Teilnehmerdichte gab es auf fast allen Tatamis erhebliche Zeitverzögerungen. Und auch die einzelnen Kategorien zogen sich stark in die Länge. Jayden Seifert und Fabio Puhr traten je in einem Teilnehmerfeld mit einer so großen Anzahl an Konkurrenten an, dass sie auf mehrere Pools aufgeteilt wurden. Auch bei ihnen waren die Kämpfer aus der Ukraine teilnehmermäßig stark vertreten. Beide jungen Gerungser trafen in ihrer ersten Begegnung auf schnelle und taktisch sehr gut eingestellte ukrainische Gegner. Trotzdem schafften sie es, ihre Kämpfe auf Augenhöhe zu halten. Oft hat nur eine zweite Fahne gefehlt und sie wären als Sieger hervorgegangen. Aber manchmal fehlt einem leider das Quäntchen Glück, dass die ausgeführte Technik auch von zwei Kampfrichtern gewertet wird. Somit war dieser Wettkampftag für sie leider schnell zu Ende.

Die Mädels kämpfen sich nach vorn  

Auch bei Yvonne Kaufmann und Chiara Czerwonka war es ähnlich knapp. Yvonne und Chiara kämpften sich bis ins kleine Finale vor. Chiara startete dabei so gut, dass sie einen Rückstand in einen Sieg verwandeln konnte. Doch in den wichtigen Medaillenkämpfen mussten sich beide nach zwei spannenden Runden geschlagen geben und holten je einen hervorragenden fünften Platz. Lisa Puhr die diesmal zusammen mit ihrer Vereinskollegin Selina Hahn in derselben Kategorie antrat, ließ wieder einmal keinen Zweifel zu, dass sie im Moment in Top-Form ist. Selina die zum ersten Mal bei den Vienna Open startete, verlor leider ihren ersten Kampf. Doch sie konnte unter Beweis stellen, dass sie auf dem richtigen Weg ist und bei den nächsten internationalen Turnieren mit ihr zu rechnen ist.

Silber für Lisa

Lisa hingegen hatte mit ihren ersten Gegnerinnen aus der Ukraine und Montenegro keine Schwierigkeiten. Gewohnt routiniert dominierte sie die Kämpfe und erzielte einen Punkt nach dem anderen. So zog sie geradewegs ins Finale ein. Hier wartete eine starke Gegnerin aus der Slowakei auf sie. Beide Mädchen belauerten sich von der ersten Sekunde an und warteten nur auf eine kleine Unachtsamkeit der anderen. Die Spannung zwischen ihnen war selbst am Mattenrand spürbar. Bis kurz vor Ende der Kampfzeit der Slowakin die entscheidende Technik zum Punkten gelang. Ein eindrucksvolles Finale den Lisa mit der Selbermedaille beendete.


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