Bühne Großraming spielt „Zwölfeläuten"
GROSSRAMING. Ein kleines österreichisches Dorf am Ende des Zweiten Weltkriegs: Die Bühne Großraming hat im heurigen Gedenkjahr ein mehr als passendes Stück ausgewählt. Neun Mal wird „Zwölfeläuten“ von 23. Juni bis 14. Juli aufgeführt.

Zur Handlung: Es sind die letzten Tage des Naziregimes 1945 in einer steirischen Ortschaft – eine ganz normale Gemeinde, die zusammenhält wie überall, wo die Menschen miteinander aufgewachsen sind. Keiner wagt sich unter dem Regime besonders hervor, alle warten, dass der Krieg zu Ende geht. Der Ortsvorsteher ist in der Partei, sieht aber seine Aufgabe darin, das Dorf durch die schwere Zeit zu bringen, wenn auch manchmal mit nicht ganz sauberen Kompromissen. Der Pfarrer waltet seines Amtes, ohne allzu sehr bei der Partei anzuecken, während der Förster als Ortsgruppenleiter der Partei der Einzige ist, der an die offizielle Parteilinie glaubt, aber wenig ausrichten kann gegen die bäurische Sturheit. Auch einen Dorfdeppen gibt es, und der stellt, wenn es darauf ankommt, so schlaue und hintergründige Fragen, dass man meinen könnte, er sei in Wirklichkeit der einzig Weise.
Das Stück von Heinz R. Unger versucht, sich in turbulenten und humorvollen Szenen über SS-ler und Nazibonzen sowie Mitläufer lustig zu machen, ohne jedoch den Sinn für die historische Wirklichkeit zu verlieren oder zu bagatellisieren. Daher war es für die Inszenierung wichtig, die damaligen verwendeten Symbole nicht zu verstecken und auch bewusst einzusetzen und zu zeigen. Eine große Herausforderung für alle Mitwirkenden.
Aufführungen
Samstag, 23. Juni – Premiere
Weitere Spieltage: 29. und 30. Juni sowie 5., 6., 7., 12., 13. und 14. Juli
Beginn: 20.30 Uhr, Kutschenmuseum Gruber (Rodelsbach 36)
Gespielt wird bei jeder Witterung!
Karten: Raiffeisenbanken, Ö-Ticket, www.buehne-grossraming.at


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